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Wintersachen und Schuhe gesucht

Sie machten sich in Sandalen auf den Weg, nun kommen sie im herbstlichen Deutschland an. Asylbewerber sind auf Kleiderspenden angewiesen. Wie die Kleiderkammern für den Winter gerüstet sind.

Isabella Frick (links) und Judith Beu helfen gern und haben sich deshalb als Ehrenamtliche gemeldet. Sie kümmern sich mit weiteren Freiwilligen um die Kleiderkammer in Fünfeichen bei Neubrandenburg.
Isabella Frick (links) und Judith Beu helfen gern und haben sich deshalb als Ehrenamtliche gemeldet. Sie kümmern sich mit weiteren Freiwilligen um die Kleiderkammer in Fünfeichen bei Neubrandenburg.

Es ist ein Kraftakt, den die Mitarbeiter in den Kleiderkammern in der Region vollbringen, wenn sie derzeit hunderte Flüchtlinge in den Notunterkünften mit Kleidung versorgen. Dabei können sie auf die Unterstützung der Bevölkerung setzen: Die Spendenbereitschaft in vielen Städten und Gemeinden ist sehr hoch – das bestätigen Mitarbeiter der Kleiderkammern im Nordosten.

Dennoch werden mit Blick auf den Winter weitere Spenden benötigt – vor allem warme Jacken, feste Schuhe, Mützen, Handschuhe und Schals. Und nicht nur das, sagt Kathleen Kleist, Mitarbeiterin des DRK-Kreisverbandes in Neubrandenburg: „Spielsachen sind gern gesehene Spenden, da die Kinder in der kalten Jahreszeit nicht mehr so viel draußen sein können.“ Auch Babynahrung und Hygieneartikel nehme man gern entgegen.

Auch Katharina Allendorf, Mitarbeiterin beim Flüchtlingsrat MV, sagt: „Die Spendenbereitschaft für Flüchtlinge in ganz Mecklenburg-Vorpommern ist enorm. Es ist so viel, dass die Mitarbeiter mit dem Sortieren nicht mehr hinterherkommen.“ Das bedeute nicht, dass keine Spenden mehr gebraucht werden – doch könne man den Helfern in den Kleiderkammern die Arbeit erheblich erleichtern: „Die Kleidung sollte sauber und wenn möglich schon vorsortiert sein“, so Allendorf. Ein kurzer Vermerk auf dem Kleiderbeutel (zum Beispiel Damenkleidung in Größe 40) erspart den Helfern das zeitraubende Sortieren.