Trockenheit macht Bauern zu schaffen:

Wo bleibt der September-Regen?

Traktoren auf den Feldern ziehen riesige Staubfahnen hinter sich her - es ist zu trocken. Die neuen Saaten haben es schwer zu keimen.

Die Hitze macht dem Mais zu schaffen: Er wurde circa zwei Wochen zu früh reif.
Britta Pedersen Die Hitze macht dem Mais zu schaffen: Er wurde circa zwei Wochen zu früh reif.

Landwirte und Gärtner warten dringend auf Regen: Im September ist bisher in Mecklenburg-Vorpommern im Schnitt nur gut ein Fünftel der für den Monat üblichen Niederschlagsmenge gefallen, wie der Deutsche Wetterdienst am Mittwoch mitteilte. Die Saaten von Winterraps und Wintergetreide, die jetzt auflaufen sollten, könnten nicht keimen, sagte Jens Fildebrandt vom Agrarmeteorologischen Forschungsdienst in Braunschweig, der auch für MV zuständig ist.

Die Trockenheit macht den Boden betonhart und erschwert Arbeiten wie das Pflügen oder das Roden von Zuckerrüben. Deren Erträge und ein Zuckergehalt von mehr als 18 Prozent seien aber sehr gut, auch die Kartoffelanbauer seien zufrieden, sagte der Referent für Pflanzenproduktion Frank Schiffner.

Niederschlag im Anmarsch

Problematisch sieht es beim Silomais aus, der im Sommer hoch und dicht stand, durch die Hitze im September aber ungewöhnlich schnell reif wurde - etwa einen halben Monat zu früh. Viele Maisfelder seien jetzt bereits abgeerntet.

Entspannung ist nach Ansicht Fildebrandts Mitte nächster Woche in Sicht. Dann werde das Wetter wechselhaft. Insgesamt liegt der Sommer in Mecklenburg- Vorpommern mit 91 Prozent Niederschlag nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes nur leicht unter dem Durchschnitt, hieß es.