Verseuchte Böden:

Wo das Grundwasser im Land verunreinigt ist

Ammonium und Nitrat belasten das Grundwasser in Mecklenburg-Vorpommern. Eine zu hohe Dosis dieser Stoffe ist eine Gefahr für die Gesundheit. Vor allem Besitzer von Privatbrunnen im Land könnten von diesem Problem betroffen sein.

Foto: Ingo Wagner
Ingo Wagner Foto: Ingo Wagner

Die Hälfte der Grundwasser-Stellen in Mecklenburg-Vorpommern sind in einem schlechten Zustand. Einträge von Nitrat und Ammonium belasten besonders Grundwasser-Gebiete zwischen Haff und Müritz, in Teilen der Mecklenburger Schweiz, in der Ueckermünder Heide, an den Küsten zwischen Rostock und Ueckermünde und auf der Insel Rügen. Das geht aus einem Bericht und Kartenmaterial des Landesamtes für Umwelt, Naturschutz und Geologie hervor.

Belastete Privatbrunnen sind Einzelfälle

Besitzer von Privatbrunnen in diesen Gebieten sind gezwungen, ihre Trinkwasser-Quelle zu schließen, sobald der Nitrat- und Ammonium-Gehalt den Grenzwert von 50 Milligramm pro Liter überschreitet. Im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte gibt es 275 Privatbrunnen. Darunter seien mit Nitrat belastete Privatbrunnen aber Einzelfälle, sagt Landkreis-Sprecherin Haidrun Pergande. Dennoch werden private Trinkwasserquellen regelmäßig vom Gesundheitsamt kontrolliert.

Nitrat plus Magensäure verwandelt sich in Nitrit

Aus gutem Grund: Ammonium werde vom Körper zwar über den Urin schnell wieder ausgeschieden. Zu viel davon könne aber vor allem bei Säuglingen die Nieren schädigen, warnen Toxikologen. Nitrat ist zwar nicht giftig, kommt es aber in Berührung mit Magensäure, verwandelt es sich in Nitrit. Dieser Stoff kann Krebs auslösen. Bei Säuglingen kann er gar tödlich wirken.

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