Auf den Inseln ist FKK noch immer angesagt:

Wo sich Nacktbader entblättern dürfen

Textilfrei oder nicht – daran scheiden sich auch an der Ostseeküste die Geister. Doch auf den Inseln hat sich der „Höschenkrieg“ gelegt. Was unsere konservativen Nachbarn dazu sagen.

Angezogen oder ausgezogen? In der DDR sprangen Menschen häufiger nackt ins Wasser. FKK war hier weit verbreitet.
Bare Necessities Tour and Travel Angezogen oder ausgezogen? In der DDR sprangen Menschen häufiger nackt ins Wasser. FKK war hier weit verbreitet.

Der „FKK-Grenzkonflikt“ scheint beigelegt. Am breiten Ostseestrand zwischen Deutschland und Polen räkeln sich im Sommer hunderte Sonnenhungrige hüllenlos im Sand. Und polnische Spaziergänger, die über den einstigen Grenzstreifen „einreisen“, nehmen längst keinen Anstoß mehr. Beschwerden habe es schon lange nicht mehr gegeben, sagt Dörthe Hausmann, Geschäftsführerin der Usedom Tourismus GmbH.

Vor sechs Jahren war das anders. Da hatten sich sittenstrenge Passanten aus dem katholisch geprägten Nachbarland über die „abartige“ Freikörperkultur entrüstet. Als mit mehrsprachigen Hinweistafeln die FKK-Strände korrekt ausgewiesen wurden, beruhigten sich die Gemüter.

Mit der Wiedervereinigung hatten Ossis und Wessis auch auf den deutschen Ostseeinseln heftig über die Freizügigkeit am Strand gestritten. Viele der insgesamt etwa 40 bewachten FKK-Badestrände aus DDR-Zeiten seien damals verschwunden oder an den Rand verlegt worden, fernab der sanierten Nobelhotels und neuen Seebrücken, sagt Tobias Woitendorf vom Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern. „Mittlerweile hat sich die Delle aber wieder aufgelöst. An etwa jedem achten Badestrand ist FFK heute offiziell erlaubt.“

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