Angst vor Vogelgrippe:

Woran sind die Wildgänse gestorben?

Nach dem Fund mehrerer Kadaver von Wildgänsen bei Rerik stellte sich die dringende Frage, woran die Tiere gestorben sind. Das Landesamt für Landwirtschaft hat die Vögel untersucht.

Bernd Wüstneck Woran ist diese Wildgans gestorben?

Die Wildgänse auf dem Salzhaff bei Rerik (Landkreis Rostock) sind nicht an der Vogelgrippe gestorben. Das Landwirtschaftsministerium gab am Dienstag Entwarnung vor solchen Befürchtungen. Wie ein Sprecher sagte, verendeten die Vögel an Krankheiten wie Darmentzündungen und gebrochenen Flügeln oder an Altersschwäche. Allerdings stünden die Ergebnisse der Untersuchungen von drei toten Schwänen vom Schweriner See noch aus.

Bereits in der vorigen Woche waren zwei Wildgänse untersucht worden, bei denen ebenfalls keine Vogelgrippe-Viren entdeckt wurden. Der Ornithologe Klaus-Dieter Feige sagte, derzeit seien Zehntausende nordische Gänse auf dem Zug in die Winterquartiere in die Niederlande oder Frankreich. Es sei natürlich, dass dabei auch Tiere an Stress oder aus Altersgründen verenden. Sie könnten natürlich auch Giftstoffe aufgenommen haben oder an Krankheiten sterben.

Die Angst vor der Vogelgrippe wächst jährlich mit dem Vogelzug. Im November 2014 war die Seuche in einem Mastputenbetrieb in Vorpommern ausgebrochen. Rund 31.000 Tiere mussten damals getötet werden.

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Kommentare (1)

Die Sorge vor Zugvögeln ist völlig unbegründet. Die vielen Ausbrüche von H5N1, jetzt neuerdings auch H5N8 erfolgten vor allem in für Wildvögel nicht zugänglichen Massentierhaltungen. Eine Übertragung durch Transporte, Personen, Gegenstände oder Futter ist daher wesentlich wahrscheinlicher, besonders, weil die Ausbrüche an weit von einander entfernten Orten erfolgten, die keinesfalls durch Vogelzug verbunden waren. In den meisten Fällen erfolgte dort gar kein Vogelzug und wenn, dann nicht zu dieser Zeit und nicht in diesen Richtungen. Zudem wurde bei Wildvögeln trotz sehr umfangreicher Kontrollen nur wenige Einzeltiere positiv aufgefunden, die die Virus-DNA auch an Kot-Austrägen auf Feldern oder Federflug der Transporte aufgenommen haben könnten. Ob sie sich überhaupt infiziert hatten, ist durch die erfolgten Kottupfer nicht nachzuvollziehen. Es besteht hier offensichtlich ein Interesse, ein Problem der Massentierhaltungs-Geflügelwirtschaft der Allgemeinheit aufzudrücken. Dafür werden immer wieder die Wildvögel bemüht, die mti der Sache recht wenig zu tun haben, wie das internationale Wildvogelmonitoring eindrucksvoll belegt. Die wenigen Funde korrellieren keinesfalls mit den Ausbruchsorten, wohl aber lassen sich Verbindungen durch Firmengeflechte und Transportrouten finden (vgl.: www.wai.netzwerk-phoenix.net. Weiß der Minister das nicht - oder will er es nicht wissen?