Verkehrsunfall:

Wütender Autofahrer rammt Radler

Ein Autofahrer hat auf der Insel Rügen einen Radfahrer umgefahren, weil dieser auf dem Gehweg unterwegs war. Zuvor war er friedlicher.

Die Radfahrer waren zuerst auf dem Gehweg unterwegs.
Simon Voigt/Symbolbild Die Radfahrer waren zuerst auf dem Gehweg unterwegs.

Der Urlauber war mit seiner Frau am Montag im Binzer Ortsteil Prora auf dem Gehweg unterwegs, als er von einem Anwohner angehalten und zur Rede gestellt worden war. Es entwickelte sich ein Streit, wobei die Beiden laut Polizei den "wütenden Mann" ignorierten und ihre Fahrt - auf einem Radweg - fortsetzen.

Dies müsse den Autofahrer derart in Rage gebracht haben, dass er hinter ihnen herfuhr, fast rechtwinklig in Richtung Radweg fuhr, dabei den 67-jährigen Mann am Vorderrad streifte und so zu Fall brachte. Der Urlauber erlitt in der Folge Verletzungen an den Knien und eine Schulterprellung. Der Autofahrer flüchtete, das Fahrzeug wurde später gefunden.

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Kommentare (1)

Mittlerweile hat das "zur Rede stellen" nervenden Charakter. In vielen Fernsehsendungen werden auch permanent Personen zur Rede gestellt. Anscheinend befindet sich die deutsche Gesellschaft in einem Paradigmenwechsel. Zu DDR-Zeiten stellten ABV oder selbsternannte Haussheriffs Bürger zur Rede und dozierten solange bis der betreffende Bürger den Kotau vollführte, um den "Redesteller" seinem mentalen Orgasmus zu bescheren. Vernunftbegabte Bürger gehen unaufgeregt auf Bürger zu und erklären den Sachverhalt. Grundsätzlich ist es keinem Bürger erlaubt verkehrswidrigen Verkehrsteilnehmer abrupt ins Lenkrad zu greifen, vor fahrenden Autos oder vor fahrenden Fahrräder zu springen, um diese zum Halten zu Zwingen. Denn dann nimmt der "Redesteller" einen Unfall und Verletzungen billigend in Kauf.