Nachwuchsprobleme:

Zahl der Bäckereien und Fleischereien in letzten 20 Jahren halbiert

Dem Bäcker- und Fleischerhandwerk in MV geht es schlecht. Die Zahl der Betriebe hat in den vergangenen Jahren drastisch abgenommen. Es gibt aber auch Gewinner.

Um die Bäckereien steht es nicht gut. Viele kleine Läden haben bereits dicht gemacht, viele werden noch verschwinden. Die Kunden kaufen ihr Brot immer häufiger im Supermarkt.
Jens Kalaene Um die Bäckereien steht es nicht gut. Viele kleine Läden haben bereits dicht gemacht, viele werden noch verschwinden. Die Kunden kaufen ihr Brot immer häufiger im Supermarkt.

Unser täglich Brot gibt es heutzutage aus immer weniger Bäckereien. Zwar bleibt die Menge der verkauften Backwaren seit Jahren ungefähr konstant, doch die Zahl der Betriebe ging rapide zurück.

Gab es im Jahr 1995 in MV laut Handwerkskammer 357 Bäcker, sind es 20 Jahre später nur 199. Bei den Fleischern ist die Entwicklung drastischer. Hier hat sich die Zahl der Betriebe in den vergangenen zwei Jahrzehnten auf 134 halbiert. 

Düstere Prognose

Und das Ende ist noch nicht erreicht. „In den nächsten Jahren verschwindet noch die Hälfte der Betriebe“, sagt Thomas Müller, Landesinnungsmeister der Bäckervereinigung MV. Die Kunden griffen lieber zu Brot in Supermärkten.

Gut scheint es dagegen bei den Konditoreien zu laufen. Mit 38 Unternehmen gibt es aktuell neun mehr als im Jahr 1995. Den Zuwachs begründet Bäcker Müller vor allem damit, dass es sich dabei um ein Spezialsegment handele, und hohe Konditoreikunst aktuell sehr gefragt sei, gerade im Bereich des Tourismusgewerbes.

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