Verkehrsunfälle:

Zahl der Unfalltoten in MV erneut gestiegen

Allen Appellen und Hoffnungen zum Trotz ist die Zahl der Toten im Straßenverkehr Mecklenburg-Vorpommerns abermals gestiegen. Innenminister Caffier zeigt sich besorgt.

Die Zahl der tödlichen Unfälle in Mecklenburg-Vorpommerns hat in diesem Jahr zugenommen.
Bernd Wüstneck Die Zahl der tödlichen Unfälle in Mecklenburg-Vorpommerns hat in diesem Jahr zugenommen.

Auf den Straßen Mecklenburg-Vorpommerns sind seit Jahresbeginn 93 Menschen ums Leben gekommen. Damit konnte der Trend zu einer wieder wachsenden Zahl tödlicher Verkehrsunfälle nicht gestoppt werden. Im Jahr 2014 hatte es im Land 92 Unfalltote gegeben, nach drei Jahren mit sinkenden Zahlen erstmals wieder ein Anstieg. Die Häufung schwerer Unfälle kurz vor Weihnachten hatte die Hoffnung von Innenminister Lorenz Caffier (CDU) auf eine Trendwende zunichte gemacht. Am vierten Adventswochenende waren bei Unfällen auf den Straßen Mecklenburg-Vorpommerns vier Menschen ums Leben gekommen.

Caffier äußerte sich besorgt über die Entwicklung und forderte die Autofahrer zu Beginn des Feiertagverkehrs zu umsichtigem Fahren und gegenseitiger Rücksichtnahme auf. "Mit seinem persönlichen Verhalten entscheidet jeder Einzelne ganz wesentlich mit darüber, ob er und andere unversehrt am Ziel ankommen", sagte der Minister.

Jugendliche im Fokus der Aufklärung

Er kündigte für das kommende Jahr verstärkte Bemühungen in der Verkehrserziehung an. "Wir werden mehr tun in der Prävention und setzen dabei auch wieder auf die direkte Konfrontation mit den Unfallfolgen", sagte Caffier. Die Erfahrung zeige, dass die Schilderung von Eltern über den Verlust ihrer bei Unfällen getöteten Kinder oder von Feuerwehrleuten über Einsätze bei schweren Unfällen Wirkung bei Jugendlichen hinterlasse.

Das dazu aufgelegte Programm "Crash-Kurs" an Schulen werde fortgesetzt. "Trotz der ungeschönten Darstellungen gehen die Jugendlichen gestärkt aus diesen Veranstaltungen hervor", zeigte sich Caffier überzeugt. Die Schilderungen machten nachdenklich und beeinflussten bei vielen Jugendlichen das spätere Verhalten am Steuer. Eine weiterhin hohe Kontrolldichte im Straßenverkehr solle ebenfalls zu mehr Sicherheit führen.

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