Blutsauger haben Konjunktur:

Zeckensaison im Nordosten beginnt

Im Frühlingssonnenschein steigt das Risiko eines Zeckenbisses und damit auch die Gefahr einer Borreliose-Infektion. Es ist höchste Zeit für Schutzmaßnahmen.

Kaum wird es wärmer, saugen die Zecken wieder Blut. Es gilt, sich selbst und sein Tier zu schützen.
Kaum wird es wärmer, saugen die Zecken wieder Blut. Es gilt, sich selbst und sein Tier zu schützen.

Die Frühlingssonne hat den Gemeinen Holzbock und seinen Appetit auf Blut geweckt. Schon registrieren Gesundheitsämter wieder mehr Fälle der von Zecken auf den Menschen übertragenen Infektionskrankheit Borreliose. Seit Jahresbeginn hat das Landesamt für Gesundheit und Soziales in Mecklenburg-Vorpommern 126 Fälle gezählt, allein 14 in der vergangenen Woche. 2014 und 2013 waren es zur gleichen Zeit 199 beziehungsweise 107 Fälle.

In Brandenburg, wo Borreliose bundesweit am häufigsten diagnostiziert wird, hatte sich die Zahl der Fälle 2014 auf 1507 summiert. 2015 gab es bislang 95 neue Infektionen, wie das Gesundheitsministerium informierte. Vor allem die östlichen Landkreise Märkisch-Oderland, Oder-Spree und Spree-Neiße gelten als Risikogebiete. Der Deutschen Gesellschaft für Borreliose zufolge kamen dort in den vergangenen Jahren 800 bis 1 100 Erkrankungen auf 100 000 Menschen.

Die Internetseite „Zeckenwetter“ meldet für MV und Brandenburg derzeit eine mittlere bis hohe Aktivität der Krabbeltiere, je nachdem, wann es zuletzt geregnet hat. Sie fühlen sich nämlich vor allem dort wohl, wo die Luftfeuchtigkeit nicht unter 80 Prozent sinkt: in schattigen Wäldern. Bei längerer Trockenheit ziehen sie sich in die Laubschicht am Boden zurück.

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