Schock für den Schäfer:

Zehn Schafe bei Lübtheen von Wölfen getötet

Das Wolfsrudel der Lübtheener Heide hat zugeschlagen und eine kleine Schafsherde erlegt. Die Gelegenheit war günstig.

Im Sommer 2014 hatte eine Kamera den ersten Nachwuchs des Wolfspaares in der Lübtheener Heide fotografiert.
Wwf Im Sommer 2014 hatte eine Kamera den ersten Nachwuchs des Wolfspaares in der Lübtheener Heide fotografiert.

Zehn Schafe sind südlich von Lübtheen von Wölfen gerissen worden. Sechs Schafe wurden verletzt, wie das Agrarministerium in Schwerin am Dienstag mitteilte. Drei Tiere fehlen noch. Ein Gutachter habe eindeutig Wölfe als Verursacher ausgemacht, hieß es. Dafür sprächen der typische Kehlbiss und die große Menge Fleisch, die gefressen wurde.

Das Ministerium geht davon aus, dass es sich bei den Wölfen um das Rudel handelt, das sich in der Lübtheener Heide angesiedelt hat. Die Schafe hätten nur wenige hundert Meter vom Waldrand entfernt gestanden.

Wölfe haben Chance genutzt

Die kleine Herde bei Volzrade war am vergangenen Sonntag in einem Nachtpferch untergebracht, weil der Schäfer mit der Zusammenstellung neuer Herden beschäftigt war. Als die Wölfe kamen, seien die Schafe vermutlich ausgebrochen. Normalerweise schütze der Schäfer seine Herden vorschriftsmäßig mit Zäunen und arbeite mit Herdenschutzhunden, sagte ein Ministeriumssprecher. Der Schaden werde vom Land ausgeglichen.  

In Mecklenburg-Vorpommern leben Wolfsrudel in der Lübtheener Heide und in der Ueckermünder Heide. Deutschlandweit sind mindestens 31 Wolfsrudel bekannt, außerdem mindestens acht Wolfspaare und sechs  territoriale Einzelwölfe.

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