10 000 Flüchtlinge bis Ende des Jahres erwartet:

Zehn weitere Notunterkünfte in MV geplant

Die Flüchtlingszahlen im Nordosten werden in den nächsten Wochen noch größer. Im Landtag demonstrieren Regierung und die demokratischen Fraktionen den Willen, die Situation zu bewältigen. Gehofft wird auf umfassende Hilfe des Bundes.

Innenminister Lorenz Caffier fordert ein Innehalten in Bezug auf den Flüchtlingsstrom.
Jenns Büttner Innenminister Lorenz Caffier fordert eine Verlangsamung in Bezug auf den Flüchtlingsstrom.

Mecklenburg-Vorpommern erwartet in den nächsten drei Monaten noch einmal so viele Flüchtlinge wie im gesamten bisherigen Jahresverlauf. Das teilte Innenminister Lorenz Caffier (CDU) am Mittwoch mit.

Um den noch einmal verstärkten Zustrom zu bewältigen, sollen zu den aktuell 16 Notunterkünften für Neuankömmlinge zehn weitere hinzukommen. Es werde sich um große Unterkünfte handeln, stellte der Minister klar. Die bis dahin größte Notunterkunft mit 1250 Plätzen soll nächsten Dienstag auf dem MeLa-Messegelände in Mühlengeez bei Güstrow eröffnet werden. Bisher verfügt das Land Caffier zufolge über 3300 Betten für ankommende Flüchtlinge.

Caffier warnt vor möglichen Konsequenzen

Ziel sei es, täglich 200 bis 300 Flüchtlinge, nachdem sie die Aufnahmeprozedur durchlaufen haben, an die Kommunen abzugeben. Caffier warnte, dass die Kommunen diese Anzahl auch nicht monate- und jahrelang durchhalten könnten. Er forderte eine dauerhafte Verlangsamung des Zustroms nach Deutschland - und das nicht erst in ein paar Monaten - sondern sofort. In dem Tempo wie bisher könne es nicht weitergehen. "Wir fahren auf Verschleiß."

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