Von Regionalzug erfasst:

Autofahrerin übersieht Zug und stirbt

Für die Fahrerin eines Pkws kam jede Hilfe zu spät. Weil sie trotz geschlossener Halbschranke den Bahnübergang überquerte, erfasste sie ein Zug.

Steffen Grafe Keine Chance: Eine Autofahrerin überquerte trotz nahendem Zug die Gleise.

An der Halbschranke eines Bahnübergang der K14 in Werle prallte am Montag gegen 20.45 Uhr ein Expresszug auf einen Kleinwagen. Nach ersten Erkenntnissen war die Fahrerin eines Peugeot in Richtung Schwaan unterwegs und muss offenbar die geschlossene Schranke umfahren haben, als der Regionalexpress der Line 1 von Hamburg nach Rostock den Übergang passierte. Trotz sofort eingeleiteter Notbremsung wurde der Pkw noch etwa 1000 Meter über das Gleisbett mitgeschliffen. Der Wagen war so stark unter dem Triebfahrzeug verkeilt, dass zunächst kein Herankommen in die Fahrgastzelle war. Nur mit Mühe konnte der Rettungsdienst sich einen Zugang zu den Insassen verschaffen. Allerdings kam hier jede Hilfe zu spät. Die Fahrerin war auf der Stelle tot.

Die Polizei leitete umfangreiche Maßnahmen zur Spurensicherung ein. Um sich einen Überblick über die großräumige Unfallstelle zu machen und nach eventuell herausgeschleuderten Insassen zu suchen, kam ein Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera zum Einsatz. Auch ein Gutachter der DEKRA wurde hinzugezogen. Derweil blieb den Passagieren nichts anderes übrig, als über drei Stunden im Zug auszuharren. Nachdem die polizeilichen Maßnahmen auf der Strecke dann beendet waren und ein Ersatzzug herangeführt worden war, konnten die Reisenden nach und nach umsteigen und ihre Reise nach Rostock fortsetzen.

Anschließend blieb den Feuerwehren aus Kassow und Schwaan die traurige und belastende Aufgabe, das Fahrzeug zu zerlegen und den Leichnam der Frau zu bergen. Zur Befreiung des völlig zerquetschten und unter dem Zug verkeilten Peugeot kam auch ein Hilfszug der Deutschen Bahn zum Einsatz. Mit Hilfe dessen Lokomotive wurde der Kleinwagen unter dem Drehkranz des Regionalexpresszugs hervorgezogen. Unterdessen begannen Mitarbeiter der Bahn die Strecke und den Bahnübergang auf Schäden zu untersuchen. Die Strecke ist mittlerweile wieder frei.

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Kommentare (1)

Bei aller Tragik, aber die Frau starb doch nicht, weil sie - wie die Überschrift impliziert - an einem ungesicherten Bahnübergang einen Zug übersah. Dem Unfall voraus ging dem Bericht zufolge doch das Umfahren einer Halbschranke. Das tut man bewusst oder in aber in einem Zustand, in welchem man besser kein Auto fährt.