Innerparteiliche Hochzeit:

Zwei Ja-Sager von der SPD: Aber was soll man sonst sagen?

Von wegen, in den Parteien wird nur gestritten: Manchmal schleicht sich dort auch die Liebe auf die Tagesordnung, wie jetzt beim Pasewalker SPD-Landtagsabgeordneten Heinz Müller.

Ab sofort ein Ehepaar: Im Stralsunder Rathaus gaben sich der Landtagsabgeordnete Heinz Müller aus Pasewalk und die Geschäftsführerin der Stralsunder SPD-Bürgerschaftsfraktion Christiane Wichert-Fleischer das Ja-Wort. Foto: Sommer
Sommer Ab sofort ein Ehepaar: Im Stralsunder Rathaus gaben sich der Landtagsabgeordnete Heinz Müller aus Pasewalk und die Geschäftsführerin der Stralsunder SPD-Bürgerschaftsfraktion Christiane Wichert-Fleischer das Ja-Wort. Foto: Sommer

Er sitzt seit vielen Jahren für die SPD im Landtag. Sie leitet die Geschäftsstelle der SPD-Bürgerschaftsfraktion in Stralsund. Nun lassen sie ihrer politischen Gemeinschaft die private Liaison folgen. Im Stralsunder Rathaus haben sich am Samstag der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Landtagsfraktion, Heinz Müller, und die Fraktions-Geschäftsführerin, Christiane Wichert-Fleischer, das Ja-Wort gegeben.

Geheiratet wurde im kleinen Familienkreis, zusammen mit den Kindern aus erster Ehe. Der Chef des SPD-Stadtverbands Rüdiger Kuhn unterbrach für einen Moment seinen Wahlkampf und gratulierte auf dem Alten Markt mit einer eigens für die Hochzeit etikettierten Flasche Champagner. Nach der Trauung luden die Frischvermählten zum Essen in die Kron-Lastadie in der alten Festungsbastion am Hafen. Danach ging es mit der Weißen Flotte zur Hafenrundfahrt über den Strelasund.

Funke sprang nicht im Schweriner Schloss über

Hat es womöglich im Schweriner Schloss gefunkt? Nein, sagt der 62-Jährige. Seine Christiane kenne er schon seit über 20 Jahren. „Kennengelernt haben wir uns über die gemeinsame politische Arbeit. Als Geschäftsführer der sozialdemokratischen Gemeinschaft für Kommunalpolitik (SGK) war ich schon seit 1995 sehr oft in Stralsund. Da sind wir uns dann über den Weg gelaufen. So richtig gefunkt hat es aber erst vor zwei Jahren.“

Da hatten die Kunsthistorikerin aus dem niedersächsischen Nordhorn und der in Essen geborene Lehrer festgestellt, dass sie nicht nur gemeinsame Interessen, sondern auch sehr ähnliche Lebensläufe haben. Beide hatten zum Beispiel in Marburg studiert, wenn auch nicht zur gleichen Zeit. Beide haben zwei Kinder: Er ist geschieden, sie verwitwet. Und nach der Wende führte die berufliche Laufbahn beide nach Mecklenburg-Vorpommern.

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