Energieversorgung:

Altkalen muss weiter auf eine Gasleitung warten

Die Zeit wird knapp für jene, die demnächst ihre Heizung modernisieren müssen. Der Baustart für eine Gasversorgung der Gemeinde Altkalen ist ein weiteres Mal verschoben. Rechtliche Fragen über den Trassenverlauf sind noch zu klären.

Seit Jahren schon liebäugeln zunehmend mehr Einwohner der Gemeinde Altkalen mit einem Gasanschluss. Das hat plausible Gründe. Gas gilt als ein effizienter Energieträger, der überdies die Umwelt weniger belastet als Öl.

Doch es sind nicht unbedingt die ökologischen Aspekte, welche die Altkalener auf die Karte Erdgas setzen lassen. Für viele sind wirtschaftliche Erwägungen ausschlaggebend. Ulrich Freudenfeld bringt es auf den Punkt. „Viele haben vor 20 Jahren eine Ölheizung angeschafft. Die kommt in die Jahre und muss demnächst erneuert werden. Wenn man die Entwicklung der Ölpreise in der Vergangenheit vor Augen hat, sucht man nach Alternativen und kommt dabei auf Gas.“ Nicht zuletzt, weil das Gas in Gestalt der Ferntrasse NEL den Altkalenern seit dem vergangenen Jahr quasi direkt vor der Haustür liegt (der Nordkurier berichtete).

Doch da ist im Sinn des Wortes kein Rankommen. Allerdings hat der regionale Energieversorger Edis schon vor einigen Jahren in Aussicht gestellt, eine Versorgungsleitung zu bauen, sofern sich eine hinreichende Zahl von Abnehmern fände. Die ist längst vorhanden und eigentlich sollte im vierten Quartal dieses Jahres Baustart sein. Dieser ist jedoch um ein weiteres Mal verschoben.

Bürgermeisterin: Verlauf der Trasse nicht geklärt

„Es fehlt die Zustimmung etlicher Grundstückseigentümer, die Rohrleitung über ihren Grund und Boden zu verlegen“, zitiert Bürgermeisterin Renate Awe die Begründung des Investors. So sei der Trassenverlauf über mehrere hundert Meter nicht geklärt. Was bei Dorfbewohnern die Frage provoziert, ob denn die Verweigerung eines einzelnen Eigentümers das ganze Projekt kippen könne. Die Antwort, die der stellvertretende Bürgermeister Frank Albrecht gibt, ist ernüchternd. „Erst einmal ja, kann er. Das läuft dann auf ein Klage hinaus und ehe eine gerichtliche Entscheidung vorliegt, das kann erfahrungsgemäß lange dauern.“ Zeit ist aber ein entscheidender Faktor, zumindest für all jene, deren Heizungen vor 1985 errichtet wurden.

Sie sind  vom Gesetzgeber unter Zugzwang gesetzt und müssen ihre 30 Jahre alten Anlagen bis 2015 gegen moderne austauschen. „Da ist es schon wichtig zu wissen, ob wir bis dahin Gas haben oder nicht“, sagt Freudenfeld.

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