Sanierung bringt Ärger:

Altkalen sauer über schlampigen Wege-Bau

Nebenwirkungen der Seesanierung empören Altkalens Einwohner. Der Lüchower Weg ist stark beschädigt. Die Gemeinde lässt nicht locker und fordert eine Reparatur – anderenfalls droht sie mit  Konsequenzen.

Wenn die Rede auf den Lüchower Weg kommt, ist Bodo Lewandowski mit seiner Geduld am Ende. „Da ist nichts in Ordnung“, lautet der frustrierte Kommentar des Gemeindevertreters. Seit Jahresfrist reklamiert die  Gemeinde Altkalen die Instandsetzung des Weges. Hier waren im Zuge der Sanierung des Pannekower Sees schwere Baufahrzeuge im Einsatz. Entsprechend hat der unbefestigte Weg gelitten. Das sei absehbar gewesen, doch gerade deshalb gebe es eine Vereinbarung mit der bauausführenden Firma, dass die Schäden nach Abschluss der Arbeiten zu reparieren seien, informiert Bürgermeisterin Renate Awe.

Die Sanierungsmaßnahme ist längst beendet, doch was die Instandsetzung des Weges betrifft – still ruht der See. Mehrfach habe sie die säumige Firma angemahnt, doch die hätte es nicht mal für nötig befunden zu antworten, beklagt die Bürgermeisterin. Die solch Gebaren nicht hinnimmt. Sie informierte die Betreffenden, dass die Gemeinde angesichts dieser Umstände die für die Baumaßnahme hinterlegte Rücklage einbehalten werde. Das Signal kam an und die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten. Bauarbeiter rückten an und verfüllten die Löcher im Weg mit Schotter.

Doch so leicht entlässt Altkalen die Firma nicht aus der Verantwortung. „So geht das nicht. Einfach Schotter hinschmeißen, ohne das Material zu verdichten, bringt gar nichts“, findet Bodo Lewandowski. Bei einem Vor-Ort-Termin soll jetzt festgelegt werden, wie und in welcher Frist der Weg in einen ordentlichen Zustand versetzt wird.

Doch Erich Hänze sieht schon das nächste Problem auf die Gemeinde zukommen. Auf der Straße nach Lüchow rollen viel zu schwere Fahrzeuge, beanstandet der Gemeindevertreter. Im Blick hat er dabei  die schwere Fracht der Traktoren, welche die Ernte des örtlichen Landwirtschaftsbetriebs einbringen. Der Unterbau sei für solche Belastungen gar nicht ausgelegt. „Nächsten Winter ist die Straße kaputt. Da wird die Gemeinde tief in die Kasse greifen müssen“, prophezeit Hänze. Ihm pflichtet Frank Albrecht bei, der selbst einen Landwirtschaftsbetrieb leitet. Er erinnert daran, dass in vergangenen Zeiten die örtlichen Betriebe mit ihrer Technik Ausbesserungsarbeiten vornahmen. Das kriege man heute gar nicht mehr auf die Reihe. Doch Fremdfirmen könne man angesichts der klammen Mittel im Haushalt auch nicht bezahlen, konstatiert Albrecht etwas ratlos ob des Dilemmas.