Streit um Discounter-Neubau in Teterow:

Anwohner gehen auf die Barrikade

Bau-Pläne für den Umzug des Aldi-Marktes in Teterow werden nicht einfach hingenommen. Zu viele Nachteile sehen Anwohner auf sich zukommen.

Baupläne für einen neuen Aldi-Markt sorgen in Teterow für Ärger.             
dpa Baupläne für einen neuen Aldi-Markt sorgen in Teterow für Ärger.  

Es brodelt mächtig. Grund: Ein privater Investor treibt in Teterow Baupläne für einen neuen Aldi-Markt voran. Nicht weit entfernt vom bisherigen Markt, bräuchte dieser nur ans untere Ende der v.-Pentz-Allee umziehen. Anwohner gehen auf die Barrikade. Es habe schon mal keiner für nötig gehalten, sie über das Bauprojekt zu informieren, kritisieren sie. „Für uns bringt eine solche Bebauung schwerwiegende Nachteile.“ Auch der Verkaufswert ihrer Grundstücke würde wesentlich verringert. Deshalb haben die Anrainer Beschwerde beim Petitionsausschuss des Landtags eingereicht.

Lärmbelästigung bemängelt

Da wäre zum einen eine ständige Lärmbelästigung durch Lüftungs- und Kühlanlagen sowie Versorgungsfahrzeuge, die die Anwohner befürchten. Vor allem sehen sie ihre Privatsphäre beeinträchtigt, wenn sie an den geplanten Parkplatz denken. „Wir haben in der Pentz-Allee ein starkes Gefälle“, sagt Wolfgang Seidenschwanz, der hier wohnt. Da sei nun von einer fast zwei Meter hohen Stützmauer zu den Häusern in der Goethestraße die Rede. Der Parkplatz würde dann noch höher liegen. „So ein Bauvorhaben muss sich einfügen, nicht andere einschränken“, meint Seidenschwanz.

Stadtvertreter Frank Luttmann (SPD) ergänzt: „Es gibt nur eine Zufahrt, mitten auf dem Berg. Das wird ein Riesen-Verkehrsproblem geben.“

„Die Stadt wird ihr gemeindliches Einvernehmen nicht geben“

In der Verwaltung des Landkreises Rostock läuft das Genehmigungsverfahren für den Discounter-Neubau. Aktuell geht es um die Abstimmung mit den Trägern öffentlicher Belange,  erklärt Kreissprecherin Petra Zühlsdorf-Böhm. „Die Stadt wird ihr gemeindliches Einvernehmen nicht geben“, sagt dazu der Teterower Bauamtsleiter Uwe Hohenegger. Da stutzt man im Landkreis jedoch. „Es liegt vor“, so Petra Zühlsdorf-Böhm. Die Stadt wolle es zurücknehmen, aber das gehe so einfach nicht. Damit es eine genehmigungsfähige Lösung gibt, müsse der Investor noch die Problematik mit der Zufahrt lösen. Da stellt die Stadt aber noch mal eine Barriere auf. „Wir werden keiner Zufahrt von der v.-Pentz-Allee aus zustimmen“, so der Bauamtsleiter.

 

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