Protest in Teterow:

Anwohner machen mobil gegen neuen Billigmarkt

Die Anrainer aus der Goethestraße und der v.-Pentz-Allee in Teterow lassen nichts unversucht. Sie wehren sich gegen Baupläne für einen neuen Einkaufsmarkt in der Bergringstadt.

Die Eröffnung eines neuen Aldi-Marktes in der Teterower Poggestraße erregt die Gemüter der Anwohner.
dpa Die Eröffnung eines neuen Aldi-Marktes in der Teterower Poggestraße erregt die Gemüter der Anwohner.

Gegen die Pläne für den Bau eines neuen Aldi-Marktes in der Poggestraße wollen Anrainer eine Unterschriftenaktion starten. Da die Genehmigung des Bauprojektes eines privaten Investors in den Händen des Landkreises Rostock liegt, streben sie zudem ein Gespräch mit dem amtierenden Landrat an. „Das ist der beste Weg, um die Probleme, die uns bewegen, richtig vorbringen zu können“, meint Wolfgang Seidenschwanz.

Das ist das Fazit eines Gesprächs im Büro des Verbandes Deutscher Grundstücksnutzer (VDGN) in Teterow. Die Anrainer lassen nichts unversucht, um Hilfe zu bekommen. Durch einen Einkaufsmarkt unmittelbar an den Grundstücksgrenzen fürchten sie Lärmbelästigung und massiven Wertverlust der Grundstücke. „Wir hören schon jetzt nachts den Lärm, wenn die Kühlaggregate im Markt 100 Meter weiter oben laufen. Nun soll noch dazu der Abstand der Zufahrt zu den Wohnhäusern nicht mehr als 20 Meter betragen“, sagt Kurt Maibohm. Vor allem aber soll der Baugrund auf dem abschüssigen Areal aufgeschüttet werden. „Wenn dort alles abgerissen und geschreddert wird, kommen fast 1000 Kubikmeter Schutt zusammen“, hat Maibohm mit Blick auf die vier leer stehenden Gebäude überschlagen, die dem Bauvorhaben weichen müssen.

Man hätte sich die örtlichen Gegebenheiten richtig angucken müssen, meint Dietmar Pawel von der VDGN-Gruppe, die Interessenvertreter von Grundstückseigentümern ist. Nach Rücksprache mit einem Rechtsanwalt empfiehlt er, dass die Anrainer versuchen können, hier mit politischen Mitteln vorzugehen, mit Bürgerprotesten, um nach einem anderen Lösungsweg zu suchen. „Über dieses Bauvorhaben hinaus geht es auch darum, dass die Bürger rechtzeitig einbezogen werden und nicht einfach Entscheidungen über ihre Köpfe hinweg getroffen werden“, sagt er. Frank Luttmann, Stadtvertreter und Kreistagsmitglied, bot an, besagtes Gespräch mit dem amtierenden Landrat zu vermitteln.

In Teterow gibt es acht Einkaufsmärkte, wenn am 7. November das neue Einkaufszentrum am Fischersteig eröffnet wird.

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