Brandserie: Noch keine Entwarnung im Amt Stavenhagen:

Brandstifter gefasst? Bürgermeister skeptisch

Die vier jungen Männer, die in Demmin und Umgebung festgenommen wurden, haben bisher noch keine Brandstiftungen im Bereich Jürgenstorf zugegeben.

Einer von den 32 Bränden: In Pribbenow loderten Flammen auf einer Strohmiete. Foto: Radtke  
Stephan Radtke Einer von den 32 Bränden: In Pribbenow loderten Flammen auf einer Strohmiete. Foto: Radtke  

Ob die vier festgenommenen Demminer Brandstifter auch die vielen Feuer rund um Jürgenstorf gelegt haben, das ist momentan noch sehr zweifelhaft. Die Staatsanwaltschaft Neubrandenburg geht zwar davon aus. Aber zugegeben haben die vier jungen Männer im Alter von 18, 21 und zweimal 22 Jahren bisher noch nicht, dass sie auf dem Jürgenstorfer Gut, am Rützenfelder See, in Zettemin oder Schwinkendorf gezündelt haben.

Die Kriminalpolizei hatte in der vergangenen Woche erst drei junge Männer und dann noch einen vierten Verdächtigen aus Demmin und Umgebung geschnappt. Doch ihre Geständnisse bezogen sich laut Oberstaatsanwalt Andreas Lins nur auf die Feuer im Demminer Bereich, wo sie seit Wochen immer neue Feuer rund um die Hansestadt gelegt und dabei vorrangig nach Strohmieten Ausschau gehalten hatten.

Andreas Lins zählte fast alle Dörfer auf, für die die ersten drei Festgenommenen Geständnisse ablegten: „Verchen, Utzedel, Quitzenow, Vanselow, Borrentin, Toitz“, sagte er. Doch leider waren keine Dorfnamen rund um Jürgenstorf oder Schwinkendorf dabei, wo es im vergangenen und in diesem Jahr immer wieder gebrannt hatte. Mit den Bränden entstand der Verdacht, dass ein Feuerteufel zweimal auf dem Gut Jürgenstorf gezündelt hat und  unter anderem die Feuer im Wald bei der Kittendorfer Bauernreihe, an der Bootshausanlage in Rützenfelde, in Zettemin, Krummsee und Pribbenow gelegt hat (der Nordkurier berichtete).

Doch hier kann Andreas Lins noch keine Entwarnung geben. „Vieles spricht zwar dafür, dass sie auch die Feuer im Bereich Jürgenstorf gelegt haben.“ Seine Behörde könne aber noch nicht genau sagen, ob die vier Männer die Feuerteufel im Amt Stavenhagen sind. Die Ermittlungen laufen. Insgesamt sollen sie 32 Brände zwischen Demmin, Jürgenstorf und Schwinkendorf gelegt haben.

Der Jürgenstorfer Bürgermeister und Gutsgeschäftsführer, Günter Schröder, ist da sehr skeptisch. „Ich bezweifele das persönlich“, sagte er. Denn dann müssten die Demminer Männer verwandtschaftliche oder andere Beziehungen nach Jürgenstorf haben. Denn er meint, dass sie sich im Dorf ausgekannt haben. Eine Verbindung sieht Schröder eher zu den Brandstiftungen im Jahr 2009, als es fünf Mal im Dorf gebrannt hatte und niemand dingfest gemacht werden konnte. Geschnappt worden sei nur vor etwa 7 Jahren ein 13-Jähriger. Der habe damals ein Strohlager des Gutes angezündet.

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung