Flicken genügt nicht mehr:

Darguner Brauereistraße wird zum größten Sorgenkind

Um bis zu 20 Zentimeter ist eine Straße im Gewerbegebiet abgesackt. Im Bauausschuss wird heute beraten, was dagegen getan werden muss und kann. Allerdings wird das teuer. Die Experten rechnen mit einem sechsstelligen Betrag.

Nach ihrer Begehung im Vormonat beraten die Mitglieder des Bauausschusses über die Zukunft der Brauereistraße.
Nach ihrer Begehung im Vormonat beraten die Mitglieder des Bauausschusses über die Zukunft der Brauereistraße.

Da hatte sich Bürgermeister Karl-Heinz Graupmann (Die Linke) kürzlich noch so gefreut: Das kommunale Gewerbegebiet beidseitig der Brauereistraße ist voll belegt. Und nun das: Die genannte Straße ist zum neuen Sorgenkind Darguns geworden.

Um bis zu 20 Zentimeter ist die Brauereistraße abgesackt. Der Unterbau der Parktaschen hat sich gesenkt. In den abgesackten Rinnsteinen staut sich das Regenwasser, da es nicht mehr abfließen kann. Auf breiter Stelle drückt die Nässe frontal in das Straßenbett hinein, da ein Abzugsgraben der unterirdischen Wasserführung nicht Herr wird. In den Kurven reißt der Asphalt. „Diese Straße schreit nach Reparaturen“, fasst Bauhofsleiter Ralf Vollmann die Schäden zusammen. Mit täglich bis zu 150 Lastern auf der Straße habe man bei deren Eröffnung 1992 nicht gerechnet. Und für eine solche Last sei die Straße auch nicht ausgelegt worden. Damals habe man nicht geahnt, dass die Brauerei ihre rasante Entwicklung mit dem damit verbundenen Verkehrsaufkommen nehmen wird, so Vollmann.

Mit kleineren Reparaturen wie in den letzten Jahren, ist das Problem nicht mehr zu lösen. Der Chef des kommunalen Bauhofs spricht von Kosten in sechsstelliger Größenordnung. Konkreter wird er nicht, wartet das Gutachten eines Ingenieurbüros ab. Denn der Bauhof hat Kanalfahrten mit einer Kamera und Grundwasserbohrungen in Auftrag gegeben. Heute werden dazu die Mitglieder des Bauausschusses beraten, nachdem sie im vergangenen Monat die Schäden vor Ort besahen. Manches Ausschussmitglied ist beruflich selbst „vom Bau“ und schüttelte den Kopf beim Betrachten von Darguns neuem Sorgenkind. Die Kastanien seien vor gut 20 Jahren viel zu dicht an den Straßenrand gepflanzt. Sie engen den Weg noch mehr ein und die Wurzeln dringen in das Straßenbett.

Die Kurvenradien wären von Anfang an zu eng und die Nebenanlagen könnten im Zuge der Sanierung der Brauereistraße zurückgebaut werden, um die Straße breiter und durchgängiger zu machen. Die Planer hätten damals die allen bekannte nasse Senke negiert und über diese die Straße gelegt. Doch Regressforderungen sind nun nicht mehr möglich und die „Schuldfrage“ hinsichtlich der Verkehrsbelastung bei der Brauerei zu suchen, das sei „abwegig“. Das sagte Frank Hamann als Vorsitzender des Bauausschusses schon mal vor der Beratung..

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