Fledermaus blockiert Baustart in Gnoien:

Der Bauplan steht: Los geht es aber noch lange nicht

Ausgerechnet ein zum Abbruch stehendes Gebäude in der Hauptstraße von Gnoien hat sich eine Fledermaus als Überwinterungsquartier erkoren. Die Bauleute müssen deswegen vorerst warten.

Seit Jahren steht die Tonnendachhalle auf dem Schulhof in Gnoien und modert vor sich hin. Jetzt soll sie schnellstmöglich weichen für eine Tagespflegestation. 
Eberhard Rogmann Seit Jahren steht die Tonnendachhalle auf dem Schulhof in Gnoien und modert vor sich hin. Jetzt soll sie schnellstmöglich weichen für eine Tagespflegestation. 

Die Abrissbagger stehen auf Abruf. Gleich zwei Gebäude hat Peter Struve, Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes Güstrow, im Visier: das vormalige Hotel „Zur Reichspost“ in der Friedenstraße 52/54 sowie die Tonnendachturnhalle am Schützenplatz. Längst könnten beide Flächen beräumt sein, doch das Startsignal für besagte Bagger bleibt aus. „Die Abbruchgenehmigung für die Friedenstraße liegt vor. Allerdings hat der Naturschutz interveniert. In dem Gebäude ist eine Fledermaus gesichtet worden, heißt es. Nun müssen wir abwarten“, erläutert Struve den Grund für die Verzögerung.

Eigentlich sollte der Abbruch noch in diesem Jahr über die Bühne gehen. Zwar arbeiten gerade auf diesem Straßenabschnitt die Tiefbauer, doch hatte man vereinbart, dass der Abriss von der Hofseite aus erfolgen sollte und die Fahrzeuge über die Zufahrt von der Hagemeisterstraße rollen. Vorrang hat jetzt allerdings eine Umsiedlung der Fledermaus. Peter Struve lässt keinen Zweifel daran, dass er hier so schnell wie möglich vorankommen will. „Wenn das Wetter es zulässt, werden wir mit den Arbeiten beginnen“, verkündet er mit Blick auf den anrückenden Winter.

Das gilt auch für die zweite Baustelle des DRK am Schützenplatz. Dort soll die Turmhalle weichen und Platz machen für einen Neubau einer Tagespflegestation. 

Der Kaufvertrag sei zwar unterzeichnet, doch bislang habe es noch keine Freigabe gegeben. Der Grund: Es sei zu klären, ob hier noch in irgendeiner Weise Altansprüche geltend gemacht werden können. Aber auch das brauche Zeit.

Die Finanzierung für die drei Investitionen – Tagespflegestation, Senioren-Wohngemeinschaft und betreutes Wohnen – stehe indes. Neben Stiftungsmitteln sowie Fördergeldern des Landes gibt es laut Struve eine Zusage der Stadt für einen Zuschuss aus dem Mitteln der Städtebauförderung.

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