Polizei greift zu außergewöhnlichen Methoden:

Der Feuerteufel wird nun per Plakat gesucht

Die Kripo hofft auf ein gutes Erinnerungsvermögen der Jürgenstorfer. Sie sucht nach neuen Hinweisen, um den Brandstifter doch noch aufzuspüren.

Sandra und Arnold Schmalofsky finden es richtig, dass die Polizei weiter nach dem Feuerteufel sucht - nun auch mit Plakaten im Dorf.
Eckhard Kruse Sandra und Arnold Schmalofsky finden es richtig, dass die Polizei weiter nach dem Feuerteufel sucht - nun auch mit Plakaten im Dorf.

Nun haben es die Jürgenstorfer zum täglichen Nachlesen vor Augen. 5000 Euro sind auf die Ergreifung des Feuerteufels ausgesetzt, der im vergangenen und in diesem Jahr für einen Schaden von rund 730 000 Euro sorgte. Am Dienstag hängte die Polizei Plakate im Dorf auf und startete mit der Befragung sämtlicher Bürger. Sie hofft, dass die Anwohner noch einmal in ihren Erinnerungen „kramen“ und einen Tipp für die Kripo aufspüren, um den Brandstifter endlich festzunehmen.

Bisher waren die Ermittlungen nicht von Erfolg gekrönt. Die Hoffnung, dass die vier Demminer Brandstifter auch für die Feuer auf dem Jürgenstorfer Gut, in der Bootshausanlage Rützenfelde, in Zettemin, Kittendorf Bauernreihe, Pribbenow und Hungerstorf verantwortlich sind, zerstob. Nun werden die Anwohner auf den Plakaten gebeten, ihre Hinweise an die Polizei unter der Telefonnummer 0395 5582 2224 zu geben.

Ob es wirklich etwas hilft?

Die Jürgenstorfer werten den Vorstoß unterschiedlich. „Es macht Sinn“, meint Arnold Schmalofsky. Er erinnert sich an zwei Verdächtige. „Die haben mich gefragt, wo es zum Gut geht.“ Sandra Schmalofsky könnte sich vorstellen, eine Bürgerwehr zu gründen. Hans Naujoks hat schon einmal zwei Leute im Auto angesprochen, die nachts am Gut warteten.

Monika Loga ist eher skeptisch, dass die Kripo etwas Neues herausfindet. „Nachts haben wir geschlafen und immer die Sirenen gehört“, sagt sie. Doch sie hat von Jugendlichen gehört, die andere Jugendliche in der Nacht des Rützenfelder Feuers gesehen haben.

„Ich hoffe, dass sie den Brandstifter finden“, sagt Dirk Schröder, Geschäftsführer des Gutes. Er weiß, dass die Polizei umfangreich ermittelt hat und jedem Hinweis nachgegangen ist. Auch dem, dass jemand in einem Supermarkt zwei Flaschen Grillanzünder gekauft hat.

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