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Deutsches Haus in Gnoien wandelt sich zu Hotel

Nach der Silvesterparty beginnt der Umbau. Der Saal des Hauses soll danach wie in alten Zeiten den Gnoienern zum Feiern und für andere Anlässe zur Verfügung stehen. Wenn das Konzept aufgeht.

Das "Deutsche Haus" hat schon bessere Zeiten gesehen. Im nächsten Jahr soll es nach längerem Leerstand zum Hotel ausgebaut werden.
Torsten Bengelsdorf Das "Deutsche Haus" hat schon bessere Zeiten gesehen. Im nächsten Jahr soll es nach längerem Leerstand zum Hotel ausgebaut werden.

Wer noch einmal das „Deutsche Haus“ im alten Ambiente erleben will: Zum Jahreswechsel ist dazu letzte Gelegenheit. Hier steigt eine der beiden großen Silvester-Partys in der Warbelstadt. „Danach wird es das Haus in dieser Form nicht mehr geben“, sagt Lars Schwarz, Inhaber der Nudeloper und seit einiger Zeit auch des „Deutschen Hauses“. Was war hier nicht schon alles untergebracht: Essensküche, Haus der Jugend, eine Art Kulturhaus, Gaststätte, Spielothek. Doch nun steht es leer. An die guten alten Zeiten, als das „Deutsche Haus“ noch ein beliebter Treffpunkt der Gnoiener war, will Lars Schwarz jetzt anknüpfen. Vor allem der Saal hat es ihm angetan. „Der hat eine sehr charmante Größe, passt für Veranstaltungen für 70, aber auch für 200 Leute“, schätzt der Gastronom ein. Richtig tolles Parkett sei in dem Saal erhalten, die Bühne sei schon wieder komplett aufgebaut worden. Solch ein Ort zum Feiern oder für diverse Veranstaltungen sucht man in Gnoien doch vergebens, die Warbelsporthalle sei dafür doch oftmals einfach zu groß, ist Schwarz überzeugt.Umbauen will er den Rest des Hauses zu einem Hotel mit etwa zwölf Zimmern – als Ergänzung zu seinem Hotelbetrieb an der „Nudeloper“. Zur Versorgung der Gäste will er auch die etwa 100 Quadratmeter große Küche wieder in Betrieb nehmen, eine Gaststätte wird es im „Deutschen Haus“ allerdings nicht wieder geben. Damit sei Gnoien ja inzwischen gut versorgt. Auch von außen sollen die Veränderungen sichtbar werden, so werde der vordere Anbau verschwinden, damit das alte, ursprüngliche Gebäude besser zur Geltung komme, stellt sich der Unternehmer vor. Das alles soll nächstes Jahr über die Bühne gehen. „Im Oktober möchte ich mit allem durch sein“, so Schwarz.Ein „Deutsches Haus“ wird es in Gnoien dann allerdings nicht mehr geben. Der Gastronom und Hotelier liebäugelt mehr mit dem Namen „Mecklenburger Hof“. So hieß das altwehrwürdige Hotel am Gnoiener Markt einmal.