Logistik und Mobilität:

Die Dienstleistung im Hintergrund

Wenn aus Essensresten Strom, Wärme und Dünger entstehen sollen, dann müssen die auch transportiert werden. Eine Herausforderung für Disposition und Fahrer der Firma Refood in Malchin.

René Ziegler von der Disposition bei Refood in Malchin mit den beiden Fahrern  Ralf Brendemühl und Tobias Blohm (von links)
Iris Diessner René Ziegler von der Disposition bei Refood in Malchin mit den beiden Fahrern  Ralf Brendemühl und Tobias Blohm (von links)

Die Saison ist beendet. Das merkt auch Ralf Brendemühl ganz deutlich. Er ist Kraftfahrer bei Refood in Malchin und transportiert jeden Tag Essensreste, überlagerte Lebensmittel und gebrauchte Speisefette. Im Malchiner Betrieb wandert dies in die Biogasanlage und es entstehen Strom, Wärme und Dünger daraus.

Nach den schönen Tagen im Oktober machen jetzt auch die letzten Imbissbuden an den Stränden und anderen Urlauberregionen des Einzugsgebietes dicht, das entlang der Ostseeküste und vom Schweriner See bis an die polnische Grenze reicht. „Damit haben wir natürlich auch unsere Touren angepasst“, erklärt Christiane Pollex von der Disposition.

Zehn Lkw sind jeden Tag für Refood in der Region unterwegs. Durchschnittlich 20 bis 25 Kunden werden dabei pro Tour angefahren. Im Monat kommen da gut 60  000 bis 70  000 Kilometer zusammen. In der Disposition werden die Touren zusammengestellt.

Auch kurzfristige Abhol-Wünsche gilt es, schnell an die Fahrer weiterzuleiten. Das kann bei einem Kühlschaden in einem Lebensmittelbetrieb der Fall sein. „Aber wir können da sehr flexibel reagieren“, versichert der Disponent. Die moderne Technik macht es möglich.

Die meisten Touren starten bereits in der Nacht oder in den frühen Morgenstunden. So wie die von Tobias Blohm. Er fährt einen Spezialauflieger, mit dem er 200 Behälter von der neuen Niederlassung in Rüdnitz bei Bernau nach Malchin holt. Die „normalen“ Lkw transportieren 40 davon. „An das frühe Aufstehen gewöhnt man sich“, sagt Tobias Blohm. Da gibt ihm sein Kollege Ralf Brendemühl Recht. Er arbeitet als Springer und ist auf sieben Touren fit, wie Prokurist Dr. Jörg Müller-Scheeßel betont. Außerdem habe man in den Nacht- beziehungsweise frühen Morgenstunden meist die Straße für sich und komme schneller voran. „Wir wollen ja unsere Dienstleistung im Hintergrund leisten“, ergänzt der Prokurist. Bei Schnee sei das allerdings nicht so einfach, weiß Ralf Brendemühl. Der Winterdienst beginne in der Regel erst um 4 Uhr morgens.

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