Straßenmeisterei:

Die Schweiz macht sich winterfest

Wenn Schnee und Eis die Straßen glatt werden lassen, dann sehen wir sie gern – die orangefarbenen Fahrzeuge des Winterdienstes. Auch die Straßenmeisterei Teterow bereitet sich auf den Winter-Einsatz vor.

In die Lagerhalle passen bis zu 700 Tonnen Streusalz. Damit der Raum effektiv genutzt werden kann, wird zwischen den Lieferungen das Salz zusammen geschoben. 
Caroline Schiko In die Lagerhalle passen bis zu 700 Tonnen Streusalz. Damit der Raum effektiv genutzt werden kann, wird zwischen den Lieferungen das Salz zusammen geschoben. 

Noch stehen sie in der Lagerhalle – die großen Schneeschieber der Straßenmeisterei Teterow. Die Streugeräte sind einsatzbereit auf dem Hof. Die Hausmeister der Straße rüsten sich für den Winter.

Mehrmals täglich kommen Salzlieferungen. In der großen Lagerhalle können bis zu 700 Tonnen liegen. „Dazu haben wir noch zwei Silos in Gnoien mit jeweils 50 Tonnen Fassungsvermögen“, ergänzt Frank Polland, Leiter der Straßenmeisterei in Teterow.  Zu deren Aufgaben gehören neben dem Winterdienst ebenso das Flicken von Schlaglöchern, Risssanierung oder Straßenmarkierungen. „Allerdings ist der Winter die einzige Jahreszeit, in der die Leute froh sind, uns zu sehen“, bedauert Frank Polland. Die Arbeiten im Sommer wie Baumpflege oder Straßensanierungen seien für die meisten eher lästig.

Im Moment stehen die Zeichen auf dem Hof der Straßenmeisterei voll auf Winter. Fast stündlich rollen schwer beladene Lkw auf den Hof und bringen mehr Streusalz. Je nach Winter können die insgesamt 800 Tonnen Salz zwei- oder gar dreimal aufgebraucht werden. „Es ist natürlich nicht das gleiche Salz, was man sich auf sein Ei krümelt“, scherzt Frank Polland. Grobkörniger und nicht ganz so rein wie Speisesalz sei es. Außerdem werde Streusalz ein „Antibackmittel“ untergemischt. Damit es nicht klumpt und streufähig bleibt. Wenn es dann glatt auf den Straßen wird, rücken Wagen mit den Streugeräten aus und salzen den Asphalt. Das Salz wird dabei mit einer Lauge gemischt, damit es nicht von den darüber fahrenden Autos weggetragen wird und sofort wirkt. Außerdem sei es dann nicht so windanfällig.

Wind sei überhaupt ein großes Problem. „Oft ist es nicht der Schnee an sich, sondern es sind die Schneeverwehungen, die unsere Arbeit erschweren“, sagt Frank Polland. Wenn der Winter hart und lang ist, dann kann das schon mal an die Substanz der Arbeiter gehen. In dieser Zeit gibt es eine Urlaubssperre und nicht selten gehen die Arbeiter nach der Saison mit gut hundert Überstunden raus.

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