Feuerwehr:

Einsatzort? Feuerwehr muss Schleichwege finden

Gnoiens Hauptstraße ist für Monate eine Baustelle. Das verlangt der Wehr im Einsatz viel Kreativität ab.

Eine neue Erfahrung mussten die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Gnoien dieser Tage machen: Ausgerechnet bei einem Einsatz quasi vor ihrer Haustür, hatten sie große Probleme, den Unglücksort zu erreichen. Die Hauptstraße der Kleinstadt ist seit Anfang September eine Baustelle und wird es voraussichtlich für ein Jahr bleiben. Wie kommt die Feuerwehr mit der stark eingeschränkten Verkehrsführung im Baustellenbereich zurecht?

Bei Einsätzen mit längeren Anfahrtswegen sieht Wehrführer Mathias Focke das geringere Problem. „Die Rotphase der Ampeln ist relativ kurz. Ich habe angewiesen, dass wir an der Ampel warten. Sollten wir nämlich anderenfalls im Baustellenbereich einem Lastwagen begegnen, verlieren wir beim Rangieren ein Dreifaches an Zeit.“ Diese Verfahrensweise betrifft insbesondere Einsätze, bei denen die Wehr in Richtung Rostock ausrücken muss. Dort gibt es keine Alternativen. Anders sieht es in der Gegenrichtung aus. „Werden wir nach Schlutow oder Richtung Finkenthal gerufen, können wir den Baustellenbereich umfahren. Wir haben die Möglichkeit, die Stadt über die Wettringer Straße  ohne Behinderungen   schnell zu verlassen.“

Ebenso geht es in südliche Richtung auf der Landesstraße 23. Wenn allerdings ein Einsatz  im Baustellenbereich selbst ansteht, wird‘s  knifflig. Das war erst vor einigen Tagen der Fall, als die Kameraden zur technischen Hilfeleistung angefordert wurden. „Das war glimpflich. Da ging es nur darum, eine Wohnung zu öffnen. Da konnten wir mit einem Koffer zu Fuß hingehen“, schildert Focke (der Nordkurier berichtete).

Werde jedoch schwere Technik gebraucht,  beispielsweise um ein Feuer zu löschen, wird es eng. In den meisten Fällen wird die Wehr dann wohl von der Rückseite der Grundstücke anrücken. „Von der Friedenstraße gehen die meisten Grundstücke durch bis in die parallel dahinter liegende Straße. Wir haben uns das angesehen und finden, dass dies praktikabel ist“, betont der Wehrführer. Dennoch hofft er, dass ein solcher Einsatz der Wehr erspart bleibt. Zumal die Burgstraße ganz und gar nicht zu befahren sein wird. Aber auch vor einer solchen Situation  kapitulieren die Kameraden nicht. „Wenn wir das wissen, können wir uns darauf einstellen und finden eine Lösung.  Schlimmer ist, wie vor einigen Wochen geschehen, wenn eine Zufahrt aufgerissen wird, ohne uns darüber zu informieren. Dann stehen wir vor dem offenen Graben und verlieren wertvolle Zeit.“ 2013 wurden die Gnoiener bereits zu 18 Einsätzen gerufen, darunter zehn Brände.

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