Politiker zwischen Koalitionsverhandlungen und Kinderbuchlesung:

Etwas von Alfons Zitterbacke gelernt

Wie man nicht verhandeln sollte, das hat Eckhardt Rehberg beim Kinderbuchhelden „Alfons Zitterbacke“ erfahren. Für die Koalitionsverhandlungen zwischen SPD und CDU in Berlin hat der CDU-Bundestagsabgeordnete viele Dinge zugearbeitet.

Eckhardt Rehberg liest Stavenhagener Grundschülern vor, wie „Alfons Zitterbacke“ verhandelt hat. Er ist überzeugt, dass die CDU es in Berlin besser macht.
Eckhard Kruse Eckhardt Rehberg liest Stavenhagener Grundschülern vor, wie „Alfons Zitterbacke“ verhandelt hat. Er ist überzeugt, dass die CDU es in Berlin besser macht.

 Alfons Zitterbacke? Über dieses Buch haben auch die Erwachsenen von heute im Kindesalter schon kräftig gelacht und es buchstäblich verschlungen. Und auch den Kindern von heute aus der Grundschule Stavenhagen scheint dieses Kinderbuch zu gefallen. Als Eckhardt Rehberg die Seiten zuschlug, versprachen Kinder dem Politiker, sich diese Lektüre zu besorgen oder von ihren größeren Geschwistern weiter vorlesen zu lassen.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete las am Donnerstag den 3. und 4. Klassen in Stavenhagen vor. „Ich finde, es wird im Internet-Zeitalter immer wichtiger, Kindern zu zeigen, wie wichtig das Lesen ist“, sagte er. Rehberg las ihnen von Zitterbackes Fischfangversuchen oder vom Taschenmessertausch vor, wo er mit seinem neuen Taschenmesser begann und am Ende mit einem uralten Messer nach Hause kam. „Für die Kinder gibt es in diesem Buch auch viele Botschaften.“ Sie lernen zum Beispiel, dass man vor dem Tauschen auch nachdenken muss, meinte Rehberg.

Den eigentlich geplanten Vorlesetermin am vergangenen Freitag hatte er verschieben müssen. Wichtige Geschäfte in Berlin hatten ihn dazu gezwungen. Denn auch in Berlin laufen „Tausch“- beziehungsweise Koalitionsverhandlungen – ein bisschen wie bei Zitterbacke. Rehberg ist zwar kein Mitglied in einer der vielen Arbeitsgruppen. „Ich habe aber der Arbeitsgruppe Wirtschaft, Finanzen und Verkehr zugearbeitet.“

Ansonsten hat Rehberg einige Bauchschmerzen. Vor allem mit den Auswirkungen, die ein Mindestlohn von 8,50 Euro und die SPD-Forderung nach einer Wiederanhebung der Hotel-Mehrwertsteuer von 7 auf 19 Prozent mit sich bringen. „Die Hotels in der Seenplatte sind nicht so riesig groß“, verdeutlichte er. Pro Angestellten würden die Personalkosten leicht um 500 Euro im Monat wachsen. Dieses Geld müssten die Hotels und Gaststätten erst erwirtschaften. Weil das kaum drin sei, vermutet Rehberg, dass einige Angestellte entlassen werden. Wenn die Hotels dann noch mehr Steuern zahlen müssen, werden die Eigentümer zweifach belastet.

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Kommentare (1)

Weshalb lesen die CDU Politiker immer Alfons Zitterbacke vor? Herr Rehberg in Stavenhagen und Herr Texter im Altkreis Ue'de. Märchenonkels? Ja! Und fern jeder Realität. Und die Bauchschmerzen von Herrn Rehberg sollte er nicht unterschätzen, denn die könnten ihm noch viele Kopfschmerzen bereiten. Deshalb möchte auch ihm den ehrwürdigen Geheimrat Goethe zitieren: "Der Irrtum ist viel leichter zu erkennen, als die Wahrheit zu finden, jener liegt auf der Oberfläche, damit lässt sich wohl fertig werden, diese ruht in der Tiefe, danach zu forschen ist nicht jedermanns Sache."