:

Fahrer liegt schwer verletzt in Klinik

Nach dem Zusammenprall von zwei Sattelzügen in Teterow laufen noch Untersuchungen der Dekra. Der Wehrführer zollt seinen Kameraden Hochachtung für den Rettungseinsatz.

Seine Stimme ist noch belegt. Fast zwei Stunden hatten seine Männer gebraucht, um den Lkw-Fahrer aus seinem Fahrerhaus zu holen. „Es ist Wahnsinn, das durchzuhalten. Wir haben Glück gehabt, dass er stabil blieb und die ganze Zeit auch mit uns gesprochen hat“, sagt der Teterower Wehrführer Eckhard Kutnick. „Wir wissen aber nicht, ob er innere Verletzungen hat.“

Es war einer der schwersten Unfälle seit Langem, zu denen die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr am Montagnachmittag gerufen wurden, auch Feuerwehrleute aus Hohen Demzin eilten zur Hilfe. Kurz hinterm Ortseingang der Stadt, in der Langhäger Chaussee, waren zwei Lkw zusammengeprallt (der Nordkurier berichtete). Der Sattelzug, der stadteinwärts fuhr, war in einer Kurve auf die andere Fahrbahn gekommen. Dem Fahrer des entgegenkommenden slowakischen Lkw gelang es nur noch, mit seiner Fahrerkabine auszuweichen. Dann krachte es auch schon im Bereich seines Aufliegers.

Noch untersucht die Dekra, wie es zu dem Unfall kommen konnte. 50 km/h sind in der Straße erlaubt, die an dieser Stelle allerdings recht eng ist, räumt Gert Frahm, Pressesprecher der Polizeiinspektion Güstrow, ein. Allerdings handele es sich hier nicht um einen Unfallschwerpunkt. Ob dennoch gegebenenfalls über eine Geschwindigkeitsreduzierung nachgedacht werden sollte, entscheide letztlich die Unfallkommission. Der 54-jährige Lkw Fahrer wurde mit dem Rettungshubschrauber ins Güstrower Klinikum gebracht. Er ist schwer verletzt, so die Polizei. Die Feuerwehrleute mussten Beifahrersitz, Lenkrad und Pedale wegschneiden, um ihn aus dem Fahrzeug zu bekommen. „Es lief alles gut überlegt und ganz ruhig“, sagt der Wehrführer. Und es gebe einem immer noch einen positiven Schub, wenn man nicht geborgen, sondern gerettet hat.