Ärger mit den Gartenfeuern:

Feuer frei! Wenn dieRauchwolken richtig nerven

Kleingärtner dürfen seit dieser Woche wieder zündeln. Doch nicht jeder hat für die Gartenfeuer wirklich Verständnis. Wie kann man sich wehren, wenn der Qualm unerträglich wird?

Von diesem Feuer an der Ostpeene hatten am Freitagnachmittag viele Malchiner etwas. In diesem Monat schwelen nun wieder überall die Gartenfeuer.
Von diesem Feuer an der Ostpeene hatten am Freitagnachmittag viele Malchiner etwas. In diesem Monat schwelen nun wieder überall die Gartenfeuer.

Darauf haben die Kleingärtner in der Mecklenburgischen Schweiz offenbar nur gewartet: Seit 1. Oktober heißt es für viele von ihnen wieder „Feuer frei“. Den ganzen Monat über dürfen sich nun wieder fast überall die Pflanzenreste aus den Gärten in Rauch auflösen. Was seit Dienstag nicht mehr zu übersehen ist: Über Neukalen hängt eine Rauchglocke, dichte Schwaden ziehen über Teile Teterows oder in Altkalen steigt vom Rande des Friedhofes eine riesige Rauchsäule in den Himmel.

Besonders schlimm war es wohl gleich in den ersten Oktobertagen in Malchin. Hier erreichten unsere Redaktion am Dienstag und Mittwoch gleich mehrere Beschwerden von Leuten, die sich gestört fühlen. Ist denn nun bei den Gartenfeuern in den nächsten vier Wochen wirklich alles erlaubt?

Ist es natürlich nicht, stellt die Pressesprecherin des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte, Haidrun Pergande, klar. „Wir appellieren ohnehin an die Leute zu überlegen, ob sie ihre Gartenabfälle nicht besser kompostieren oder zu den Wertstoffhöfen bringen“, sagt Frau Pergande. Wer sich dennoch für ein Feuerchen entscheidet, muss darauf achten, dass er es nur werktags – also von Montag bis Sonnabend – und dann auch nur von 8 bis 18 Uhr anzünden darf, erläutert die Kreissprecherin die Rechtslage. Brennen darf das Feuer dann auch nur höchstens zwei Stunden lang. Und natürlich sind es nur Gartenabfälle, die da entzündet werden dürfen.

Dennoch kommt es immer wieder vor, dass bei der Gelegenheit auch gleich noch mancher Müll mit entsorgt wird. Sehr beliebt und zugleich streng verboten sind da alte Reifen. „Wir hatten im Amtsbereich sogar mal jemanden, der mit seinem Gartenfeuer absichtlich gleich einen ganzen Schuppen abfackelte“, kann sich Rolf Renner vom Malchiner Ordnungsamt noch ganz gut erinnern.

Die Ordnungsämter in den Städten und Ämtern sind denn auch die richtigen Ansprechpartner, wenn der Qualm zu sehr nervt. Sollte an einem Sonntag Rauch aufsteigen, bleibt nur ein Anruf bei der Polizei. Bei Verstößen informiert die Stadt das kreisliche Umweltamt, das die Frevler dann zur Verantwortung zieht.

In ganz schlimmen Fällen wird dann auch schon mal die Feuerwehr gerufen. „Der Einsatz ist dann natürlich gebührenpflichtig“, sagt Rolf Renner.

In Malchin achten jetzt auch die Stadtwächter verstärkt auf die Qualmwolken und greifen ein, wenn es nötig ist. Dass eine Mehrheit in der Region die Gartenkokelei ablehnt, hatte im vergangenen Jahr eine Umfrage des Nordkurier gezeigt. Von 470 Teilnehmern der Abstimmung waren genau 61 Prozent der Meinung, dass man das Verbrennen von Gartenabfall unbedingt verbieten sollte, weil die Rauchbelästigung zu groß ist. Die Gärtner sind immer auch aufgefordert, möglichst andere Wege zu nutzen.

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung