Tierpark:

Hoppla: Wo kommt das Kalb her?

Die Ungarischen Steppenrinder sind das Markenzeichen des Haustierparks in Lelkendorf. Wenngleich hier kein Zuchtbulle mehr auf der Weide steht, hat sich Nachwuchs eingestellt.

Abwartend blickt die Mutter auf ihr Neugeborenes, das sich müht, auf die Beine zu kommen.
Jürgen Güntherschulze Abwartend blickt die Mutter auf ihr Neugeborenes, das sich müht, auf die Beine zu kommen.

Seinen Augen nicht trauen wollte Tierpfleger Thomas Gerkuhn, als er im Tierrassenpark Lelkendorf zum Füttern der Steppenrinder deren Gehege betrat. Da stand die jüngere der drei Kühe da mit einem gerade geborenen Bullenkalb. Wie geht das an?, schoss es dem Tierpfleger durch den Sinn. Denn mit Nachwuchs hatte niemand mehr gerechnet, da die Herde von einst zehn Tieren reduziert ist auf drei Mutterkühe. Einen Bullen gibt es hier schon lange nicht mehr. „Da haben uns die imposanten Rinder wieder einmal mächtig überrascht“, kommentiert Tierparkleiter Jürgen Güntherschulze. Der Neuankömmling wurde kurzerhand Thomas getauft. Der Tierparkchef war dann aber gleich als Doktor gefordert, denn das Kalb hatte Schwierigkeiten, auf die Beine zu kommen. „Es kommt gelegentlich bei längerem Geburtsvorgang und ungünstiger Lage des ungeborenen Kalbes im Mutterleib vor, dass beim neugeborenen Kalb an einem oder an gleich mehreren Füßen wegen nicht genügend gedehnter Sehnen des Fesselgelenks  die Klauen nicht richtig gestreckt werden können. Bei unserem kleinen Thomas war dies an beiden Vorderbeinen der Fall, so dass er auf Zehenspitzen stand, die wegen der Verkürzung immer wieder nach hinten abknickten.“ So konnte er einfach nicht gerade stehen. Zwei Pfleger und der Chef mussten das Kalb daher mit der Hand fangen, damit ihm geholfen werden konnte. Das war wegen der wehrhaften, langhörnigen und ungestümen Mutterkuh nicht ganz ungefährlich. Doch die Aktion glückte.

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