Karneval in Jördenstorf:

"JöFa Helau": Jetzt haben die Narren wieder das Sagen

Der Carneval Club Jördenstorf hat gleich doppelten Grund zu feiern. Nicht nur, dass die fünfte Jahreszeit anbricht, er hat zugleich sein 30. Jubiläum. Und in der Bütt wird außerdem noch aus einem kursierenden Gerücht eine Tatsache.

Das Zepter halten sie jetzt wieder in der Hand: Iris und Axel Sänger regieren als Prinzenpaar in Jördenstorf. Ihre „Kutsche“ im Festumzug war ein 311er Wartburg.
Simone Pagenkopf Das Zepter halten sie jetzt wieder in der Hand: Iris und Axel Sänger regieren als Prinzenpaar in Jördenstorf. Ihre „Kutsche“ im Festumzug war ein 311er Wartburg.

Das hat Jördenstorf noch nicht gesehen. „Es war der größte Karnevalsumzug, den wir je hatten“, freuen sich Gerold Pehl und Diana Schmoldt. Ehrenpräsident und Präsidentin im Carneval Club Jördenstorf (CCJ) sind sie. Und der feiert Jubiläum. Sein 30. Da ist es kein Wunder, dass das närrische Volk den 11.11. gar nicht abwarten konnte und schon seit dem Wochenende das Zepter im Dorf schwingt. Bürgermeisterin Hannelore Langhof übergab den Schlüssel ans Prinzenpaar Iris II. und Axel II. unter einem lauten „JöFa Helau“.

Dass die Narren im Dorf das Sagen haben – jedenfalls in der fünften Jahreszeit–, daran hat sicher keiner gedacht, als im Februar 1978 in der Beruflichen Schule Fasching gefeiert wurde. Eckhard Meyer zu Hücker und Stanislaus Soja hatten die Veranstaltung für die Mitarbeiter der Abteilung Praxis an der Berufsschule organisiert und landeten einen Volltreffer. Die Faschingsfeten wurden von Jahr zu Jahr größer. 1983 beschlossen die Jördenstorfer, einen Verein zu gründen. Rund 190 Veranstaltungen hat es seither gegeben. In dieser Saison lassen die Karnevalisten die zurückliegenden 30 Jahre ein Stück weit Revue passieren.

Erst mal aber stieg Präsidentin Diana Schmoldt in die Bütt. Aus der größten Sorge der Jördenstorfer Narren machte sie keinen Hehl. Die heißt Veranstaltungsraum. Noch kann im Saal der Beruflichen Schule gefeiert werden. Dass der dicht macht, schwebt seit Jahren aber über dem CCJ. Bisher konnten noch nicht alle Berufsschüler am neuen Standort in Güstrow-Bockhorst aufgenommen werden. Jetzt heißt es, dass die Schule in Jördenstorf eventuell 2014 schließt.

In der Bütt machte die Präsidentin übrigens auch spruchreif, was bisher nur als Gerücht durch Jördenstorf kreiste. Gerold Pehl will sich der Wahl zum Bürgermeister stellen. „Ich werde im Mai nächsten Jahres kandidieren“, bestätigt der unserer Zeitung.

In Jördenstorf geht es weiter mit dem Kappenball am 16. November und Faschingsveranstaltungen am 22. und 23. Februar sowie1. März.

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung