Kläranlagen-Pflicht zum Jahreswechsel:

Kontrolleure nehmen künftig das Klo im Gartenhaus ins Visier

Der Countdown läuft. Ab Januar 2014 müssen Kläranlagen der EU-Norm genügen, sonst wird abgestraft.

Hier gibt es kein Abwasserproblem. Was in den Eimer läuft, kann getrost auf dem Gartengrundstück entsorgt werden.
             
Eberhard Rogmann Hier gibt es kein Abwasserproblem. Was in den Eimer läuft, kann getrost auf dem Gartengrundstück entsorgt werden.  

Fünf Wochen bleiben säumigen Grundstückseigentümern noch, um ihre Kläranlagen auf EU-Standard zu bringen. Eine letzte Mahnung hat die untere Wasserbehörde des Landkreises Rostock in Umlauf gebracht. Sie richtet sich an alle jene, die ein Grundstück dauerhaft bewohnen - Wochenendhäuser und Kleingärten eingeschlossen - und nicht an eine zentrale Abwasserentsorgung angeschlossen sind. Sie müssen zum 1. Januar 2014 eine ordnungsgemäße Abwasserbehandlung nachweisen. "Das kann eine vollbiologische Kleinkläranlage sein. Auch abflusslose Gruben werden anerkannt", macht Ilona Schullig, Sachgebietsleiterin Wasser und Boden im Landratsamt Güstrow, deutlich. Neu ist das nicht. Schon seit Jahren werden die Trommeln gerührt, längst haben sich die wasserwirtschaftlichen Unternehmen mit ihren Investitionen darauf eingestellt (der Nordkurier berichtete). Auch viele der betroffenen Privathaushalte haben die Umrüstung längst vollzogen, weiß die Fachfrau in der Kreisverwaltung. Andererseits sagt ihr die langjährige Erfahrung: "Es gibt überall Hardliner, die das aussitzen. Denen muss ich klar sagen, dass es eine Fristverlängerung nicht gibt."

Ein besonderes Kapitel sind in diesem Zusammenhang die Kleingartenanlagen. Hier ist die Unsicherheit groß, inwieweit diese unter die Rubrik "Dauerhaft bewohnt" fallen. Ilona Schullig weiß, dass etliche Kleingärtner ihre Toiletten im Gartenhaus zurückbauen. Alternativ bleibe die Installation einer Komposttoilette, zeigt sie auf. Unzulässig seien hingegen Chemietoiletten in Kleingartenanlagen. Woran sie keine Zweifel aufkommen lässt, ist, dass die Wasserbehörde die Einhaltung der neuen Bestimmungen kontrollieren wird. Verstöße werden als Ordnungswidrigkeiten geahndet. Es helfe auch niemanden vorzugeben, er hätte keine Ahnung von den neuen Anforderungen gehabt. "Es gab öffentliche Bekanntmachungen, die sind verbindlich. Und 2011 haben wir im Landkreis Güstrow alle Betreffenden angeschrieben", macht Ilona Schullig geltend.

 

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