Berufliche Schule:

Malchin soll das Fleischzentrum des Landes werden

Spitzenplätze bei Wettbewerben sind für die angehenden Fleischer und Fleischfachverkäufer fast schon normal.

Paul-Patrick Normann (links) und Jens Tillmann freuen sich über ihre guten Platzierungen bei der GastRo in Rostock.
Iris Diessner Paul-Patrick Normann (links) und Jens Tillmann freuen sich über ihre guten Platzierungen bei der GastRo in Rostock.

Es ist nicht auszumachen, wer hier mehr strahlt. Sabine Langas, die bei Pommernland in Stavenhagen für die Ausbildung zuständig ist, oder ihre Azubis Paul-Patrick Normann und Jens Tillmann. Die beiden sind nämlich dekoriert von der Fachmesse GastRo in Rostock zurückgekehrt. Dort nahmen der angehende Fleischer und der zukünftige Fleischerfachwerker am sogenannten Plattenwettbewerb teil.

Dort gilt es, kalte Platten dekorativ anzurichten beziehungsweise Ideen für die Verarbeitung von Fleisch zu präsentieren. Sabine Langas weiß, dass die beiden jungen Männer sich sehr engagiert auf den Wettbewerb vorbereitet hatten. Den gibt es seit 2006 im Land. Initiiert wurde er damals von der Beruflichen Schule in Malchin. Und die ist seitdem bereits fünfmal als Schulsieger daraus hervorgegangen.

Die teilnehmenden Azubis kehren regelmäßig mit Gold, Silber und Bronze aus Rostock nach Malchin zurück. Klar, dass Schulleiter Norbert Köhler stolz auf die Azubis ist. „Sie haben unser Fleischerhandwerk prima präsentiert und den Ruf der Schule bestätigt“, meint er, vergisst aber nicht die Ausbildungsbetriebe seiner erfolgreichen Azubis zu loben.

Norbert Köhler freut sich, dass die Anstrengungen aller auch von Dirk Rautmann, Schulamtsleiter im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, anerkannt werden. Der erklärt, dass er den Antrag unterstützt, in Malchin die Landesfachklasse im Bereich Fleisch/Fachverkäufer Fleisch zu etablieren.

„Das haben sich die Malchiner durch ihre Leistungen verdient“, sagt er. Malchin solle das Fleischzentrum in Mecklenburg-Vorpommern werden. Dazu habe es bereits Gespräche mit dem Landkreis Vorpommern-Greifswald gegeben, dessen Azubis dann ebenfalls alle an der Beruflichen Schule ihre Ausbildung erhalten werden. Zum Teil kämen sie bereits hierher.

Als Schule werde die Malchiner zukünftig eine Nebenstelle der Beruflichen Schule von Waren sein. Wenn das Schulentwicklungskonzept, das der Landkreis im Juni beschlossen hat, dann vom Bildungsministerium genehmigt wird.