Pläne für ein attraktiveres Freibad:

Malchiner spenden für warmes Badewasser

Im Peenebad soll es künftig genauso warm sein wie im beheizten Waldbad in Stavenhagen. Dafür verzichtet Malchins Bürgermeister sogar auf Geschenke zu seinem 60. Geburtstag.

Die Saison ist vorbei: Der Malchiner Freibad-Chef Holger Andrys und sein Mitarbeiter Sebastian Danne können mit der Besucherzahl zufrieden sein. Mit einer Wasser-Heizung wollen sie aber künftig noch mehr Gäste ins Peenebad locken.
Thomas Koch Die Saison ist vorbei: Der Malchiner Freibad-Chef Holger Andrys und sein Mitarbeiter Sebastian Danne können mit der Besucherzahl zufrieden sein. Mit einer Wasser-Heizung wollen sie aber künftig noch mehr Gäste ins Peenebad locken.

Mit dem Sommer kann Peenebad-Chef Holger Andrys zufrieden sein. 20 784 Besucher zählte er in der Badesaison, die vergangenen Sonntag endete. Das sind etwa doppelt so viele wie im Vorjahr. "Immerhin hatten wir auch in diesem Sommer zweimal so viele Tage mit Wassertemperaturen über 21 Grad", so Andrys. Künftig soll es noch mehr solche Tage geben. Und da will die Stadt als Betreiberin des Peenebades etwas nachhelfen. Mit Hilfe der Sonnenkraft soll das Badewasser künftig um mindestens drei Grad erwärmt werden. Absorber auf den Dächern der Freibadgebäude und des neuen Sportlerheimes sollen künftig die Sonnenenergie einfangen. Damit hofft Malchin den Wettbewerbsnachteil gegenüber Stavenhagens Waldbad wettmachen zu können, das mit Wärme aus einer Abwasseranlage beheizt wird.

Einen ordentlichen Schub dürfte das Malchiner Vorhaben am Donnerstag bekommen haben. Bürgermeister Jörg Lange hatte zu seinem 60. Geburtstag in das ehemalige Malchiner Kreiskulturhaus eingeladen und seine Gäste gebeten, statt Geschenke mitzubringen zu spenden - für eine Thermo-Solaranlage im Peenebad. "Damit soll es auch im Malchiner Freibad möglich sein, schon im Mai oder noch im September Badewassertemperaturen von 21 beziehungsweise 22 Grad Celsius zu haben", erklärte er.

Für das Heizen des Badewassers liegt offenbar bereits ein fertiges Projekt vor. Demnach würde es etwa 88 000 Euro kosten, die Bassins im Peenebad etwas zu erwärmen, erläuterte Andreas Teggatz in der Sitzung des Malchiner Schul- und Sozialausschusses. Angeschoben habe die Planungen die Unabhängige Malchiner Bürgerbewegung (UMB), ohne dass dafür ein Cent bezahlt werden musste.

Amtsleiter Theodor Feldmann bremste indes die Euphorie. „Wir müssen diese Arbeiten ausschreiben und dazu benötigen wir auch eine unabhängige Planung." Ob sich das von der UMB initiierte Projekt dafür eignet, blieb damit offen. Laut Stadtvertreter Martin Jahrmärker sind die Planungen für die Badewasser-Heizung für 2014 vorgesehen, gebaut werden solle sie 2015.

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung