Teterower Polizei tappt im Dunkeln:

Fahndung nach dem Masken-Mann

Foppt der Unbekannte mit der Maske die Fahnder oder hat er einen Nachahmer? Die Ungereimtheiten um den Masken-Mann in Teterow wachsen.

Am Stadtpark wollen Kinder den Unbekannten mit der Maske, der Passanten auflauert, gesehen haben. Die Polizei löste eine Fahndung aus.
Eberhard Rogmann Am Stadtpark wollen Kinder den Unbekannten mit der Maske, der Passanten auflauert, gesehen haben. Die Polizei löste eine Fahndung aus.

Zwei Kinder haben am Freitagabend die erste größere Fahndungsaktion nach dem Masken-Mann, der seit Tagen Teterow in Atem hält, ausgelöst. Sie alarmierten das örtliche Polizeirevier, da ihnen auf dem Schulkamp eine Gestalt mit einer Maske begegnet sei. Das ist der Moment, auf den die Beamten gewartet haben. Schnell sind die Einsatzkräfte vor Ort und umstellen ein größeres Areal.

Systematisch wird nach Personen gesucht, auf welche die Beschreibung des Unbekannten mit der weißen Gesichtsmaske zutreffen könnte. Dieser Mann hat seit zwei Wochen an dunklen Ecken in der Stadt Passanten aufgelauert und sie mit einer weißen Maske vorm Gesicht erschreckt.

Hat die Polizei jetzt eine Chance, ihn zu stellen?

Die Suche erstreckt sich unter anderem auf das Areal des Netto-Marktes am Stadtpark sowie den gegenüberliegenden Schulkamp. Beide Grünanlagen sind nur spärlich beleuchtet. Dazu gibt es Buschwerk, das im Dunkeln liegt und Deckung bietet, sowie weitläufige Fluchtmöglichkeiten.

Während Polizisten Personen in diesem Gebiet kontrollieren und die Parkanlage durchkämmen, werden zeitgleich die Kinder, die die Meldung machten, genauer befragt. Nach ihrer Aussage habe es sich um „eine Person mit einem weiß angemalten Gesicht gehandelt“, wie aus dem Revier verlautet.

"Letztlich passte da gar nichts zusammen"

Nach zwei Stunden wird die Suche abgebrochen. Dem Maskenmann ist die Polizei nach eigenen Angaben nicht auf die Spur gekommen. „Es gab ein Verdachtsmoment und wir haben eine Person überprüft. Doch letztlich passte da gar nichts zusammen“, resümiert der Diensthabende tags darauf den Einsatz. In der Stadt ist die Fahndungsaktion Gesprächsthema Nummer eins. Ob im Supermarkt, an der Tankstelle oder im Konzert – überall kommen die Bürger auf die Geschichte zu sprechen.

Die Spekulationen brodeln. Da wird bezweifelt, ob die Kinder wirklich jemand mit einer Maske begegnet sind oder dies frei erfanden, um ein bisschen Action zu provozieren. Andere halten es für möglich, dass der Masken-Mann Nachahmer gefunden hat. „Nur nicht, dass dies zu einem Volkssport ausartet“, entsetzt sich eine Frau mittleren Alters.

Frauen in Angst

Andere Frauen denken rationaler und treffen Vorkehrungen. So eine Rentnerin aus der Teschower Siedlung. „Ich wollte unbedingt das Konzert am Samstagabend im Kulturhaus besuchen. Aber so ganz allein in der Dunkelheit am Friedhof vorbei, das ist mir angesichts der Umstände nicht ganz geheuer. Da habe ich kurzerhand rumtelefoniert und Nachbarn gefunden, die mich begleiten“, schildert sie. Die Polizei indes bleibt in Alarmbereitschaft, solange der Unbekannte sein Unwesen treibt, heißt es aus dem Revier.

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