Höhen und Tiefen:

MC Bergring kommt wieder in die Erfolgsspur

Seine Vorhaben konnte der Teterower Sportclub in diesem Jahr nur teilweise realisieren. Mehrere Rennen fielen ersatzlos aus. Das schlug finanziell ins Kontor. Doch die Führung schaffte den Bogen und schreibt schwarze Zahlen.

93. Teterower Bergringrennen. Mehr als 10 000 Fans pilgerten zur Grasbahn bei Teterow am 18. und 19. Mai 2013. Sie sahen spannende Rennen um den Bergringpokal und das Grüne Band sowie den Moto-Cross-Wettbewerb und den Lauf um den Speed-Cross-Pokal.
Heiko Brosin 93. Teterower Bergringrennen. Mehr als 10 000 Fans pilgerten zur Grasbahn bei Teterow am 18. und 19. Mai 2013. Sie sahen spannende Rennen um den Bergringpokal und das Grüne Band sowie den Moto-Cross-Wettbewerb und den Lauf um den Speed-Cross-Pokal.

„Das war ein kribbliges Jahr.“ Adolf Schlaak, Vorsitzender des MC Bergring Teterow, verhehlt nicht, dass der Verein seit April einen beispiellosen Wechsel von Höhen und Tiefen durchlebte. Erstmals in der Vereinsgeschichte konnten die Teterower eine Weltmeisterschaft ausrichten. „Das war ein voller Erfolg. Vor allem, weil wir den Chef der FIM Armando Castagna überzeugen konnten, dass wir den Anforderungen einer WM gerecht werden. Da ist eine Luke geöffnet, durch die wir an andere Türen kommen.“ Aber auch von Meuterei spricht der Clubchef. Zu Pfingsten hatten sich etliche Fahrer der 500 ccm Solomaschinen  wegen der Bahnverhältnisse nach Regenschauern geweigert auf den Kurs zu gehen (der Nordkurier berichtete).

Der Konflikt konnte beigelegt werden und die Zuschauer erlebten noch spannende Finals. Für die Clubleitung steht aber fest: „Eine Meuterei lassen wir nicht zu.“ Was das bedeutet umreißt Schlaak so: „Wir werden das Bergringrennen 2014 noch in diesem Jahr ausschreiben. Jeder kann sich bewerben. Wir entscheiden dann über das Starterfeld.“ Dabei macht er deutlich, dass es nicht darauf ankomme, möglichst viele Fahrer zu haben, sondern auf Qualität setze man. Diese Verfahrensweise habe sich bei den Speedway-Rennen bewährt. Über der Speedway-Arena stand 2013 anfänglich kein günstiger Stern. Es begann damit, dass für die erwähnte WM tonnenweise Schnee geräumt werden musste. Das Rennen zu Pfingsten um den Auerhahn-Pokal fiel im Wortsinn ganz ins Wasser. Daraufhin sagte der Club das Race of Tetje im August ab. Man müsse sehen, was der Verein sich noch leisten könne, hatte Schlaak die Entscheidung begründet.

Offenbar hatte der Vorstand seine Hausaufgaben gründlich erledigt, denn mit dem Rennen um den Schildbürger-Pokal im September landete der MC Bergring einen Erfolg, einen doppelten sogar. Zum einen bot das Feld mit international renommierten  Fahrern Spitzensport. Hier zahlte sich die Kooperation mit Cloppenburg aus. Zum anderen stimmt das geschäftliche Ergebnis. Nach dem Ausfall zu Pfingsten hatte Schlaak eingeräumt, dass die Ampel auf Gelb stehe, die Gefahr, in die roten Zahlen zu rutschen, durchaus ernst sei. „Wir stehen sicher im grünen Bereich“, betont der Clubchef heute. Das sei umso erfreulicher, als 2012 nur eine Finanzspritze der Ostsee-Sparkasse den Verein vor einer finanziellen Schieflage bewahrte.

Um in ruhiges Fahrwasser zu gelangen, seien mit Partnern neue Arrangements getroffen worden. Das betreffe den Modus der Pachtzahlung  wie die finanzielle Unterstützung durch Sponsoren. Neue Wege werde der Club auch bei der Ausrichtung von Veranstaltungen einschlagen, kündigt Schlaak an. Ein Konzept werde auf der Mitgliederversammlung im Frühjahr 2014 vorgestellt.

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