Widerstand hält an:

Neukalen: Neuer Protest gegen die Windkraft

Die Bürger-Initiative will mit allen möglichen Argumenten gegen die Windmühlen vorgehen. Sogar an eine Wählergemeinschaft ist gedacht, die Anlauf nehmen könnte, in die Stadtvertretung einzuziehen.

Als Windkraftgegner wollen sie nicht bezeichnet werden. Sie seien ja schließlich nicht gegen Windenergie generell, sondern nur gegen die riesigen „Spargel“, die ausgerechnet in einem Vogelzug- und aufstrebendem Tourismusgebiet vor ihrer Haustür aufgestellt werden könnten. Jetzt wird für die Mitglieder der Bürger-Initiative Neukalen diese Gefahr real. Ein Streifen zwischen den Neukalener Ortsteilen Schorrentin und Warsow ist nämlich nun ganz offiziell als ein sogenanntes Windeignungsgebiet ausgewiesen. Die Initiatorin des Protestes, Friedrike Antony, hatte am Mittwochabend die Bürger-Initiative in Schorrentin erneut zusammengerufen, um gemeinsam zu überlegen, was nun zu tun ist. Immerhin, einen kleinen Teilerfolg meinen die Aktivisten bereits erreicht zu haben. Die jetzt für die Windräder vorgesehene Fläche habe sich gegenüber ersten Plänen nämlich halbiert.

Die BI-Mitglieder waren sich sehr schnell einig, dass sie gerade beim Vogelschutz eine gute Vorarbeit geleistet haben, um möglichen Investoren den Wind aus den Segeln zu nehmen. Gänse-Schlafplätze, Kranich-Zuggebiet und Adlerhorste – das alles ließe sich mit den riesigen Windmühlen doch gar nicht vereinbaren, sind sich die BI-Mitglieder sicher. Und deshalb wollen sie nun in den nächsten Wochen genau dokumentieren, was für ein bedeutendes Vogelschutzgebiet die Windflügel zerschlagen würden. Eine zweite Arbeitsgruppe soll sich mit den Auswirkungen auf den Tourismus befassen.

Vor allem sei es aber auch das Ziel, die Bevölkerung weiter in den Protest mit einzubeziehen. Dazu sollen Flyer verteilt und erneut Unterschriften gesammelt werden. 1300 hat die Bürger-Initiative bereits zusammen. Mit allen Argumenten wollen sich die Gegner der Neukalener Windmühlen dann am offiziellen Einspruchsverfahren beteiligen, das zu Beginn des neuen Jahres startet.

Zudem gibt es mittlerweile Überlegungen, eine Wählergemeinschaft ins Leben zu rufen, die im Mai 2014 zur Kommunalwahl antreten könnte, hieß es aus den Reihen der BI.

 

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