Kundenansturm bei Drogeriemarkt-Eröffnung in Malchin:

Neustart beschert Einkaufs-Freude wie zur Wendezeit

Anstehen vor einem Geschäft, das gab es doch nur ganz, ganz früher. Glaubte man zumindest. Am Donnerstag, bei der Eröffnung des Drogerie-Marktes in Malchin, gab es Ansteh-Schlangen schon am Morgen.

Schon lange bevor sich die Ladentüren offiziell öffneten, standen die ersten Kunden vor dem Markt. Bürgermeister Jörg Lange (rechts) kam sogar mit  kleinen Präsenten für die Mitarbeiterinnen.
Thomas Koch Schon lange bevor sich die Ladentüren offiziell öffneten, standen die ersten Kunden vor dem Markt. Bürgermeister Jörg Lange (rechts) kam sogar mit  kleinen Präsenten für die Mitarbeiterinnen.

So eine Euphorie zur Eröffnung eines Geschäftes hat man in Malchin lange nicht erlebt. Ein wenig fühlte man sich sogar an die Wende erinnert, als die Leute noch ganz gespannt und neugierig waren auf die vielen Glitzerprodukte aus dem Westen. Dass Menschen eine dreiviertel Stunde vor Öffnung des Geschäftes vor der Ladentür stehen, na, das hat es schon ewig nicht gegeben. Bei der Eröffnung des Rossmann-Marktes am Malchiner Teichberg war es so.

Klaus Weiland stand als Erster an der Ladentür: 45 Minuten, bevor die Türen aufgeschlossen wurden. Er musste sogar noch einigen Lieferfahrzeugen ausweichen, die den neuen Drogeriemarkt mit den letzten Produkten bestückten. Weiland war extra aus Stavenhagen nach Malchin gekommen. „Wie in Malchin gibt es auch in der Reuterstadt seit fast zwei Jahren keine Drogerie mehr. Umso schöner ist es, dass dieses Geschäft hier eröffnet. Da konnten ihm die Malchinerinnen Angelika Sprenger und Koreen Gesche nur beipflichten. Auch die beiden lugten schon eine halbe Stunde vor der Eröffnung durch die Schaufensterscheiben. „In den vergangenen zwei Jahren, nach der Schlecker-Pleite, sind wir für Drogerieartikel immer nach Teterow, Waren oder sogar nach Neubrandenburg gefahren. Wir sind wirklich glücklich, dass diese Zeit jetzt vorbei ist“, sagte Koreen Gesche. Noch nicht zum Einkaufen, aber zum Gratulieren stand um kurz vor acht Uhr auch Bürgermeister Jörg Lange (FDP) vor der Tür. Er begrüßte das Team des Rossmann-Marktes in Malchin und hatte für jede Mitarbeiterin auch ein kleines Begrüßungsgeschenk mitgebracht. „Dass wir mit der Ansiedlung von Rossmann alles richtig gemacht haben, das beweist der große Zuspruch. Wir freuen uns sehr über diesen Markt und vor allem darüber, dass die Malchiner diese Einkaufsmöglichkeit jetzt vor Ort haben“, sagte Lange.

In der von Sigga Proeber geleiteten Filiale sind insgesamt zehn Mitarbeiter beschäftigt. Auf einer Ladenfläche von 700 Quadratmetern werden hier etwa 37 000 verschiedene Produkte angeboten.

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