Trotz Festnahme von Tatverdächtigen:

Noch keine Erleichterung nach Brand

Sind die Täter der Brandserie, die 15 Monate lang Feuerwehren und Polizei in Atem hielt, tatsächlich gefasst?

War der Brand einer Strohmiete in Toitz am Freitag nun der letzte einer langen Brandserie?             
Kirsten Gehrke War der Brand einer Strohmiete in Toitz am Freitag nun der letzte einer langen Brandserie?  

„Grundsätzlich bin ich schon froh, dass die Polizei drei mutmaßliche Täter festgenommen hat“, sagt Karsten Trunk, Vorsitzender des Demminer Bauernverbandes. Doch echte Erleichterung will sich bei ihm noch nicht so recht einstellen. „Man muss die letzten Ermittlungsergebnisse erst abwarten, ob die drei wirklich für alle Brände verantwortlich sind und diese Brandserie damit ein Ende hat.“

Immer wieder brannten in den zurückliegenden 15 Monaten Strohlager. Mehr als 30 Mal mussten die Feuerwehren im Bereich von Schwinkendorf über Jürgenstorf bis hoch ins Demminer Land ausrücken. Über zwei Millionen Euro Schaden sind entstanden. Nachdem die Polizei am Freitag schon zwei junge Männer festgenommen hatte (der Nordkurier berichtete), wurden diese und ein Dritter am Sonnabend dem Haftrichter vorgeführt. Dieser hat Haftbefehl gegen die 18-, 21- und 22-Jährigen erlassen, die offenbar aus Demmin stammen. Die mutmaßlichen Brandstifter sitzen seitdem in verschiedenen Justizvollzugsanstalten im Land.

„Ich drücke die Daumen, dass es ein Volltreffer ist“, sagt der Jürgenstorfer Bürgermeister Günter Schröder. „Und dass ihnen auch nachweislich die 30 Brände zur Last gelegt werden können. Ich hoffe, dass es dann ein für allemal vorbei ist.“ Ein bisschen sei er auch froh, dass die Tatverdächtigen keine Feuerwehrleute sind, wie Polizeisprecherin Madeleine Camin zumindest schon für die beiden jungen Männer im Alter von 18 und 21 Jahren bestätigt hatte.

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