Neukalener protestieren:

Petition gegen das "Backhaus-Moor"

In Ruhe kann die Große Rosin nicht vor sich hin modern. Neukalens Stadtvertreter sind keinesfalls zum Scherzen aufgelegt, wenn es um die überfluteten Polderflächen geht.

Witzig? In der Nähe von Warsow zeigt dieses Schild zum „Dr. Backhaus Moor“.
Witzig? In der Nähe von Warsow zeigt dieses Schild zum „Dr. Backhaus Moor“.

 Die Polderfläche Große Rosin am Westufer des Kummerower Sees hat zumindest im Volksmund jetzt einen neuen Namen. Scherzbolde haben an der Straße nach Warsow ein Schild mit der Aufschrift „Dr. Backhaus-Moor“ aufgestellt.

Wohl in Anspielung darauf, dass der Landwirtschaftsminister ein Befürworter von Renaturierungen à la Große Rosin ist. Minister war Backhaus allerdings noch nicht, als die Große Rosin in den 1990er-Jahren geflutet wurde.

Alles andere als zum Scherzen sind Neukalens Stadtvertreter aufgelegt, wenn es um den überfluteten Polder geht. Die Abgeordneten bereiten gerade eine Petition für das Backhaus-Ministerium vor. Darin fordern sie, dass das Wasser aus der Großen Rosin auch wieder abfließen kann, so dass der Polder nicht mehr das ganze Jahr über unter Wasser steht. Aus der Kleinstadt gibt es immer wieder Beschwerden über übel riechendes Wasser und über Mückenschwärme, die angeblich aus dem Überschwemmungsgebiet an die Peene und nach Neukalen kommen. Umstritten ist zudem, ob die Renaturierung des Westufers nun eher Touristen anzieht oder die überfluteten Wiesen die Urlauber doch mehr abschrecken. tb

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