Vorschläge für mehr Mobilität auf den Dörfern:

Rollen schon bald überall Bürgerbusse übers Land?

Gerade Menschen auf dem Land sind auf Verkehrsmittel angewiesen. Wo der Personennahverkehr an seine Grenzen gerät, könnten sogenannte Bürgerbusse kleinere Fahrten zum Arzt oder Konsum übernehmen. Doch gibt es überhaupt einen Bedarf dafür?

In Törpin hat sich der Bürgerbus bereits bewährt. Bei Bedarf bringt er Menschen zu Zeiten, in denen kein Bus verkehrt, zum Einkaufen oder zum Arzt.
Jana Otto In Törpin hat sich der Bürgerbus bereits bewährt. Bei Bedarf bringt er Menschen zu Zeiten, in denen kein Bus verkehrt, zum Einkaufen oder zum Arzt.

Wie komme ich pünktlich zum Arzt? Wer bringt mich zum Vereinsnachmittag ins nächste Dorf? Wie gelange ich zur Gemeindefeier? Solche Fragen stellen sich tagtäglich viele Menschen, die auf dem Land leben. Die Buslinien der Verkehrsbetriebe orientieren sich am Bedarf, der im ländlichen Bereich vor allem von den Fahrschülern bestimmt wird und oftmals zeitlich an dem älterer Menschen vorbei geht. In Törpin und der näheren Umgebung haben es die Bürger da vergleichsweise gut. Der Verein „Törpiner Forum“ hat vor Jahren einen Bürgerbus angeschafft, der Menschen im Bedarfsfall von A nach B bringt. Ein Anruf genügt. Leider gibt es so etwas längst nicht überall. Doch das soll sich ändern. Welche Möglichkeiten es gibt, Bürgerbusse flächendeckend einzurichten, wurde jetzt auf einer Mobilitäts-Konferenz in Törpin diskutiert. Eingeladen waren dazu neben den Bürgermeistern der Gemeinden des Amtes Demmin Land Vertreter von Seniorenverbänden, der stellvertretende Landrat Siegfried Konieczny sowie der Geschäftsführer der Mecklenburg-Vorpommerschen Verkehrsgesellschaft (MVVG), Torsten Grahn. Henning Bombeck, Professor für Siedlungsgestaltung an der Universität Rostock, moderierte die Versammlung, in deren Verlauf sich herausstellte, dass sowohl die MVVG als auch der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte bereit sind, ein Modellprojekt „nach ihren Möglichkeiten“ zu unterstützen. Das könnte einerseits die Vermittlung von Kontakten nach Schwerin sein, andererseits aber auch ganz praktische Unterstützung bei der Erstellung von Fahrplänen oder der Ausbildung von Fahrern etwa. „Wenden Sie sich an die Politik und stellen Sie ein konkretes Projekt vor“, riet Siegfried Konieczny. Zwar seien die finanziellen Möglichkeiten des Landkreises beschränkt, doch im Land sei das Geld für solche Projekte definitiv da, meinte er. Am wichtigsten sei es, den Bedarf der Menschen zu erfassen. Wer will regelmäßig wann wohin? Diese Frage sei entscheidend, so Torsten Grahn.

 

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