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Schluss: Frauenbund macht die Türen dicht

Vor dem Aus stehen die Angebote des Demokratischen Frauenbundes in Malchin und Teterow. Weil die Fördermittel auslaufen, wird es wohl schon bald kein Frauenfrühstück, keine Gesprächskreise und keine Beratungen mehr geben.

„Ich schließe hier im Dezember die Türen ab.“ Hedwig Studt muss ein wenig schlucken, als sie das sagt. Dann wird es in Malchin keine Begegnungsstätte des Demokratischen Frauenbundes (dfb) mehr geben. „Zum Jahresende haben wir die Räume gekündigt“, erzählt die Projektleiterin. Sie weiß, dass dies für viele Frauen in Malchin einen Einschnitt bedeuten wird, sind doch die Veranstaltungen wie Frauenfrühstück, Gesprächskreise und Handarbeitsrunden sehr beliebt gewesen. 

Der dfb in Malchin hat sich aber auch um Frauen gekümmert, ihnen geholfen, auf dem Arbeitsmarkt wieder Fuß zu fassen. Das sei ein Integrationsprojekt, das mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert wurde. Aber die Fördermittel für all diese Projekte seien ausgelaufen, erklärt  Annemarie Schebesta, die Projektkoordinatorin beim dfb in Neubrandenburg.

Ob es neue gibt, das wisse noch niemand. „Wir sind ein Verein, der auf Fördermittel angewiesen ist.“ Sie bedauere, dass der dfb diese Entscheidung in Malchin treffen musste. Annemarie Schebesta würdigt in diesem Zusammenhang die gute Zusammenarbeit mit der Wohnungsgesellschaft Malchin (WOGEMA), bei der man die Räume in der Bahnhofstraße gemietet hatte. Vielleicht finde sich ja in Malchin ein Raum, den die Frauen ein- oder zweimal pro Woche nutzen könnten, um die Angebote zumindest zum Teil aufrechterhalten zu können. Kostenfrei, wenn es ginge. WOGEMA-Geschäftsführer Günter Busse signalisiert da schon Gesprächsbereitschaft. Er weiß, dass der dfb in Malchin eine wichtige Rolle gespielt hat.

Bis Ende November wird es das Frauenfrühstück, die Gesprächskreise und die Angebote vom Integrationsprojekt noch geben, so Hedwig Studt. In Teterow sieht es nicht anders aus. „Es gibt keine Aussicht, dass wir noch einmal Stellen in unserem Familienzentrum bekommen“, sagt Ursula Schadwinkel. Fast neun Jahre hat sie hier gearbeitet, 2007 schon einmal gegen das drohende Aus gekämpft. Jetzt sei es unausweichlich. Die dfb-Gruppe in Teterow bleibe aber bestehen.