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Schule ohne Rassismus zeigt Flagge

Teterower Gymnasiasten machen sich stark gegen Fremdenfeindlichkeit und für Courage. Auch mit der Ausstellung "Demokratie stärken - Rechtsextremismus bekämpfen", die jetzt an der Europaschule zu sehen ist.

Demokratie stärken und Rechtsextremismus bekämpfen - die Wanderausstellung der Friedrich-Ebert-Stiftung ist jetzt im Teterower Gymnasium zu sehen.
Simone Pagenkopf Demokratie stärken und Rechtsextremismus bekämpfen - die Wanderausstellung der Friedrich-Ebert-Stiftung ist jetzt im Teterower Gymnasium zu sehen.

"Ich habe keine Lust, nur lange Reden zu hören. Ich will selbst was gegen Anfeindungen und Ausgrenzungen machen." "Meiner Meinung nach ist die rechtsextreme Szene in Gnoien ziemlich groß. Ich will gucken, was man dagegen tun kann." Es sind Schüler des Teterower Gymnasiums, die sich gegen Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus auflehnen. Gerade haben sie den Titel "Schule ohne Rassismus. Schule mit Courage" für die Europaschule errungen. "87 Prozent haben sich an der Unterschriftensammlung beteiligt, mit der wir zeigen, dass wir Rassismus ablehnen", sagt Maria, Chefin der Schülerinitiative. Offiziell wird der Titel am 25. Februar 2014 verliehen.

Seit Montag ist die Wanderausstellung der Friedrich-Ebert-Stiftung im Foyer des Gymnasiums zu sehen. 15 Tafeln sind es, die zeigen, was Demokratie ist, warum Rechtsextremismus so gefährlich ist, wie die rechtsextreme Jugendbewegung in Mecklenburg-Vorpommern aussieht, was man selbst tun kann, um ein Zeichen gegen Rechtsextremismus zu setzen und für Demokratie, fasst Johannes Goltermann zusammen. Er ist Student an der Uni Rostock und begleitete die Wanderausstellung als freier Mitarbeiter der Friedrich-Ebert Stiftung bereits an vielen Schulen. "Mir ist vor allem wichtig, dass die Schüler mitkriegen, dass Rechtsextremismus schon in der Mitte der Gesellschaft anfangen kann", sagt er.

Was Schüler tun, wie sie sich für Demokratie engagieren können, dazu gibt die Ausstellung Tipps: In der Schülervertretung mitarbeiten oder als Streitschlichter aktiv sein. Für die Schülerzeitung über aktuelle Probleme an der Schule schreiben. Und warum soll man nicht auch mal gucken, wie Politik in der eigenen Stadt und Gemeinde funktioniert oder im Landtag.

Die Ausstellung ist bis 18. Dezember zu sehen. Sie steht allen Interessierten offen, um Anmeldung in der Schule wird gebeten.

Schulen, die die Wanderausstellung selbst zeigen und nutzen wollen, können sich bei Johannes Goltermann melden, per E-Mail unter johannes.goltermann@uni-rostock.de