Energiekosten:

Stadtwerke dämpfen den Strompreis-Anstieg

Energiekosten gelten seit geraumer Zeit als die Preistreiber. Der Markt hat aber auch Möglichkeiten, den Anstieg zu bremsen oder zu kompensieren.  Eigenversorgung ist darüber hinaus eine zunehmend interessante Option.

Strom wird immer teurer. Die Stadtwerke versuchen, das für die Kunden so wenig unangenehm wie möglich zu halten.
Jens Büttner Strom wird immer teurer. Die Stadtwerke versuchen, das für die Kunden so wenig unangenehm wie möglich zu halten.

Gescheitert ist in Berlin gerade der Versuch, das Stromnetz wieder in die kommunale Hand zu überführen. Die Teterower hingegen haben das Netz bereits seit anderthalb Jahrzehnten in städtischem Besitz. Dazu kommt, dass die Stadtwerke selbst Strom aus Biogas und Sonnenlicht erzeugen.  Nützt den Einwohnern das aber etwas angesichts stetig steigender Strompreise?

Gerade flatterten Briefe in die Haushalte der Bergringstadt, worin eine Anhebung des Strompreises für das kommende Jahr angekündigt wird. „Darum kommen wir nicht herum“, räumt Stadtwerkegeschäftsführer Klaus Reinders ein. „Aber wir können den Anstieg für unsere Kunden halbieren.“

Im Oktober waren durch die Bundesregierung die Umlagen für Erneuerbare Energien sowie den Netzausbau um etwa 1,75 Cent je Kilowattstunde angehoben worden (der Nordkurier berichtete). „Das sind Abgaben auf den Strompreis, die von uns nicht zu beeinflussen sind. Dank einer abgestimmten Einkaufspolitik im Verbund der neun Stadtwerke im Land konnten wir jedoch den Einkaufspreis um 0,85 Cent senken. Das geben wir an unsere Kunden weiter, sodass sie künftig nur ein um 0,84 Cent höheres Netzentgelt zahlen müssen“, erläutert Reinders. Für einen normalen Haushalt mit einem Verbrauch von 2500 Kilowattstunden mache das Mehrkosten von rund 25 Euro im Jahr aus, oder etwa zwei Euro im Monat.

Angesichts dieser Preisentwicklung sei überdies die Energieerzeugung für den Eigenbedarf für die Bürger eine zunehmend interessante Option. Wer sich eine Solaranlage aufs Dach stelle, habe zunächst natürlich Investitionskosten, die sich refinanzieren müssen. Die gesetzlich garantierte Vergütung des Solarstromes verliere an Attraktivität, wenn die Regierung zurückdrehe, wie allgemein gefordert wird. Wirtschaftlicher sei es da, einen Teil des Strombedarfes aus eigenem Aufkommen zu decken und nur die darüber hinausgehende Energie dazu zu kaufen. In der Stadt Teterow sei die privat installierte Leistung von Solaranlagen mittlerweile durchaus eine beachtliche Größe. Die Stadtwerke selbst betreiben an ihrem Firmensitz in der Gasstraße eine 30 kW-Anlage. Sie versorgt die Rechentechnik sowie die Klimaanlage der Server.

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