Das ist klasse:

Stavenhagener Abi-Ergebnisse landesweit top

Stavenhagen, Malchin, Teterow, Malchin: So lautet das Abitur-Ranking der gymnasialen Oberstufen in der Mecklenburgischen Schweiz. Schulleiter raten aber auch, die Ergebnisse kritisch zu betrachten.

Diese Stavenhagener Abiturklasse sorgte in diesem Jahr für das besten Abi-Abschneiden im Land.
Eckhard Kruse Diese Stavenhagener Abiturklasse sorgte in diesem Jahr für das besten Abi-Abschneiden im Land.

Die Schule mit dem landesweit besten Abitur-Ergebis kommt in diesem Jahr aus der Mecklenburgischen Schweiz. Nach einer Statistik des Bildungsministeriums MV liegt die Reuterstädter Gesamtschule vor allen anderen 67 gymnasialen Oberstufen ganz vorn. Dafür haben die Schüler des Jahrgangs 2012/2013 gesorgt, die einen Zensurendurchschnitt von 1,9 erreichten. Eingerechnet werden dabei die „Vorzensuren“ aus den vier Semestern und die Noten der Abiturprüfungen. Nur noch das Robert-Koch-Gymnasium in Hagenow schafft es noch auf einen Durchschnitt unter 2,0.

„Jeder Jahrgang ist anders“, betont Gesamtschulleiter Lutz Trautmann. Doch dieser sei außergewöhnlich gewesen. Er führt das gute Abschneiden auch auf das Klima an der Schule und die enge Verbindung zu den Tutoren und Oberstufenkoordinatoren sowie zwischen Schule und Eltern zurück.

Das Fritz-Greve-Gymnasium Malchin landet genau auf dem Landesdurchschnitt von 2,39, die Europaschule Gymnasium Teterow bei 2,42, das Fachgymnasium der Beruflichen Schule Malchin bei 2,45.

Doch die Schulleiter sind darum kaum besorgt. Sie wissen, wie differenziert man auf solche Ergebnisse schauen muss. „Schüler, die die Prüfungen nicht bestehen, erscheinen im Durchschnitt nicht“, erläutert Wolfgang Scherer, Leiter des Gymnasiums Malchin. Auch die Zahl der nicht zugelassen Schüler lasse sich nicht ablesen. Lehrer hätten viele Ermessensspielräume bei der Bewertung. „Selbst in Mathematik.“

Für die Teterower Gymnasiumsleiterin Monika Klaassen ist das Ranking kein Anlass, eine Aufholjagd zu beginnen. Man sehe sich nicht im Wettbewerb mit der Reuterstadt. „Wir leisten hier eine kontinuierliche Arbeit. Die Abiturergebnisse schwanken im Laufe der Jahre leicht in den Stellen nach dem Komma, das ist ganz normal“, macht Monika Klaassen deutlich.

Schulleiter Norbert Köhler ist stolz auf das Abschneiden des Fachgymnasiums. „Wir sind dicht am Durchschnitt“, betont er. Dabei handele es sich hier um Realschüler, die überdurchschnittliche Leistungen erbringen müssen, um einen solchen Gymnasialabschluss zu schaffen.

„Gegen die 1,9 der Gesamtschule kann man nichts sagen“, betonte Schulamtsleiter Hans-Jürgen Stein. Das sei ein gutes Ergebnis, hinter dem viel pädagogische Arbeit stecke. Das werte das Ergebnis anderer Schulen aber nicht ab. Vor allem könnten die Schulen für sich selbst Schlüsse aus den Noten ziehen.

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