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Steine des Anstoßes am Badestrand

Mit dem Auto direkt ans Seeufer zu fahren ist am Pannekower See nicht möglich. Große Steine versperren den Weg. Angler erheben Protest dagegen.

An diesen Steinen ist kein Vorbeikommen – zumindest im Auto. Das stört etliche Angelfreunde am Pannekower See, denn der Weg zum Wasser ist ihnen zu weit.
Torsten Bengelsdorf An diesen Steinen ist kein Vorbeikommen – zumindest im Auto. Das stört etliche Angelfreunde am Pannekower See, denn der Weg zum Wasser ist ihnen zu weit.

Zum  Zankapfel zwischen Anglern und der Bürgermeisterin Renate Awe sind Dutzende Feldsteine am Badestrand des Pannekower Sees geworden. Die Petri-Jünger sehen in der Entscheidung des Gemeindeoberhauptes, die Wackersteine als Abgrenzung auf dem Rasenareal zu setzen, einen Willkürakt. Wolfgang Urban hält mit seiner Entrüstung nicht hinterm Berg. „Die Zugänglichkeit zum See ist nicht mehr gegeben. Keiner kommt mehr mit dem Trailer ans Wasser, um sein Boot einzusetzen.“

Zumal nicht nur die privaten Interessen betroffen seien. „Was ist, wenn hier mal ein Rettungswagen zum Einsatz kommt oder die Feuerwehr jemand bergen muss, der im Eis eingebrochen ist? Soll man dem ein Lasso zuwerfen?“ fragt Wolfgang Urban mit Sarkasmus. Um diesen aus seiner Sicht unhaltbaren Zustand zu beenden, legte er Beschwerde ein beim Ordnungsamt sowie bei der Unteren Wasserbehörde.

Indes wähnt sich Bürgermeisterin Renate Awe auf der Seite des Gesetzes. Wiederholt waren an der Badestelle die Geländer, die Parkplatz und Liegewiese bzw. Spielareal abgrenzten, im Lagerfeuer verheizt worden (der Nordkurier berichtete). Was tun? Einen Metallzaun zu setzen kam aus Kostengründen nicht infrage. Ein Polizeibeamter habe ihr den Tipp mit den Feldsteinen gegeben. Der wurde umgehend in die Tat umgesetzt. Dass damit gesetzliche Vorschriften missachtet werden, weist die Bürgermeisterin zurück. Mit der Feuerwehr sei die Lage vor Ort geklärt worden. Die Feuerwehr habe eine Zufahrt auf dem Gelände des Landwirtschaftsbetriebes. Dafür sei ihr ein Schlüssel ausgehändigt worden. Ebenso sei der Einsatz medizinischer Rettungskräfte geprüft und nicht beanstandet worden.

Keine Einwände gegen die Steine erhebt die Untere Wasserbehörde. Die Zugänglichkeit sei gewährleistet, habe ein Prüfung ergeben. Ein Anrecht, direkt mit einem Fahrzeug bis an Ufer fahren zu können, gebe es nicht. Im Gegenteil sei es nach erfolgter Seesanierung aus Sicht des Landkreises wünschenswert, dass Autos den direkten Uferbereich meiden.

 

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