Verkehrsunfall bei Dargun:

Tragödie auf der B 110: Beifahrer getötet

Ein verbotenes Überholmanöver führt kurz vor Dargun zu einem schweren Unfall. Die Polizei findet noch eine weitere Ursache.

Nach der Kollision mit zwei Bäumen hatte sich das Auto überschlagen: Ein Mann starb, die Fahrerin und ein 15-jähriger Junge wurden mit schweren Verletzungen in Krankenhäuser gebracht.
Torsten Bengelsdorf Nach der Kollision mit zwei Bäumen hatte sich das Auto überschlagen: Ein Mann starb, die Fahrerin und ein 15-jähriger Junge wurden mit schweren Verletzungen in Krankenhäuser gebracht.

Das Auto liegt völlig zerstört auf dem Dach quer auf der Fahrbahn. Überall Trümmer. Erste Helfer versuchen, die schwer Verletzten aus dem Wrack zu befreien. Dieses schreckliche Bild bietet sich am Sonnabendfrüh den Darguner Feuerwehrleuten, die gegen 7 Uhr zu dem schweren Verkehrsunfall in Höhe der Abfahrt Neubauhof eilen. Mit ungeheurer Wucht muss der Passat (Kennzeichen ROS) auf der Fahrt in Richtung Dargun gegen einen Baum gekracht sein, die drei Insassen sind zunächst eingeklemmt, die Feuerwehr kann sie befreien. Doch für den 31-jährigen Beifahrer kommt jede Hilfe zu spät. Er ist so schwer verletzt, dass er noch an der Unfallstelle stirbt. Die 27-jährige Fahrerin und ein 15-Jähriger werden schwer verletzt in Krankenhäuser nach Demmin und Greifswald gebracht.

Erst allmählich wird klar, was passiert ist. Die scharfe Linkskurve kurz vor Dargun gilt als gefährlich. Deshalb darf hier auch höchstens mit Tempo 70 gefahren und vor allem nicht überholt werden. Die Passat-Fahrerin tat es laut Polizei-Ermittlungen trotzdem. In der Kurve kam sie von der Straße ab, der Wagen stieß rechts gegen einen Baum. Das Auto kam dann auf die linke Straßenseite und prallte hier gegen einen weiteren Baum, überschlug sich und blieb auf dem Dach liegen.

Die Polizei stellt später bei der Fahrerin einen Alkoholwert von 1,79 Promille fest. Ein Sachverständiger der Dekra untersucht die Unfallstelle. Es dauert einige Zeit, bis ein Abschleppfahrzeug aus einem Malchiner Autohaus eintrifft. Die Feuerwehrleute fegen letzte Trümmer zusammen, säubern die Straße von Öl. Und Blut. Nach vier Stunden gibt die Polizei die bis dahin voll gesperrte Bundesstraße wieder frei.

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