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Um eine Winterbaustelle kommt Dargun diesmal herum

Wie weiter mit der Ortsumgehung? Steht die alte Wassermühle bald auf dem Trockenen? Zwei Fragen, um die es heute Abend auf der Einwohnerversammlung in Dargun gehen dürfte.

Der fertig gestellte erste Bauabschnitt der Neubauter Straße in Dargun liegt voll im Plan.
Gerald Gräfe Der fertig gestellte erste Bauabschnitt der Neubauter Straße in Dargun liegt voll im Plan.

Der erste Bauabschnitt bei der Rekonstruktion der Neubauter Straße ist abgeschlossen: Auf der Hälfte des Straßenzuges im Sanierungsgebiet ist das Kopfsteinpflaster neu verlegt, Gehwege haben gelbes Backsteinpflaster erhalten. Die künftigen Grünanlagen sind angelegt. Nur die Hainbuchen müssen noch gesetzt werden. Auch im zweiten Bauabschnitt geht es nun zügig voran, lobt Bürgermeister Karl-Heinz Graupmann (Die Linke) die Baufirma. Nichts deutet auf eine Winterbaustelle hin. An eine solche erinnert sich Darguns Bürgermeister nur noch mit Unbehagen. Zumal es ihn im letzten Winter selbst „kalt erwischte“ – mit der Dauerbaustelle der Fritz-Reuter-Straße vor der eigenen Haustür.

Graupmann ist sich sicher: Bis Ende Oktober ist die Neubauter Straße fertig gestellt, eben „ganz nach Plan“. Schon früher, zum 30. September, soll die Erschließung des Wohngebietes „Am Röcknitztal“ abgeschlossen sein. Dort wächst bereits das erste von zehn projektierten neuen Eigenheimen in die Höhe.

Über diese laufenden und weitere, für 2014 geplante Investitionsvorhaben der Kommune wird heute Abend ab 19 Uhr der Bürgermeister in der Aula des Schulzentrums auf einer Einwohnerversammlung berichten. Auf der Tagesordnung stehen auch die Ergebnisse und Schlussfolgerungen aus der Diskussion und den Unterschriftensammlungen zur Ortsumgehung. Diese Listen würden in den Ministerien eine „bestimmte Rolle, aber nicht die entscheidende Rolle“ spielen.

Auch der neue Auslauf des Klostersees soll vorgestellt und besprochen werden. Hier hat es bereits eine Änderung im Vergleich zur eigentlichen Planung gegeben: Das alte Stauwehr an der Obermühle wird als technisches Denkmal erhalten bleiben. Dies wäre eine „optimale Lösung in Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege“, nennt Graupmann die Planänderung. Denn ursprünglich sollte der historische Seeauslauf fast trocken fallen. Dies hatte zu erstem Protest in der Stadt geführt.