Röbel atmet auf:

Vermisster Junge meldet sich zurück

Es ist der Albtraum aller Eltern: Kinder oder Jugendliche, die nicht rechtzeitig nach Hause kommen und auch nach Stunden noch überfällig sind. Ein vermisster Jugendlicher löste jetzt in Röbel eine großangelegte Suchaktion aus.

dpa

„Merlin II“, heißt der Polizeihubschrauber, auf den sich alle Hoffnungen richteten. Um 20.58 Uhr am Dienstagabend meldete sich der Pilot im Luftraum Röbel an. Mit Scheinwerfern und Wärmebildkamera begann er vom Friesensportplatz aus in südlich-südöstlicher Richtung das Stadtgebiet abzusuchen, sagt Verena Splettstößer, Pressesprecherin der Neubrandenburger Polizei. Parallel dazu war ein Suchhund angefordert worden. Der nahm die Fährte auf, folgte ihr durch eine Gartenanlage bis hin an einen Feldrand. Dort verlor das Tier die Spur des 14-jährigen Röbelers, der am Nachmittag verschwunden war.

In solchen Fällen, wenn Kinder oder Jugendliche vermisst werden, ist es oft ein Wettlauf mit der Zeit. Und Verena Splettstößer rät dazu, lieber einmal öfter die Polizei zu verständigen als zu wenig. Kosten würden auf die Eltern oder Betreuer nicht zukommen.

„Er war leicht durchgefroren, aber sonst wohlauf“

Und die Gesuchten würden in der Regel auch gefunden. „Es gibt Kontakte, Kumpels, bei denen man nachhaken kann“, so die Sprecherin. Im Röbeler Fall machte sich der Junge allerdings allein auf den Weg. Um Mitternacht konnte die Polizei in Waren Entwarnung geben: Gegen 23.50 Uhr meldete sich der Ausreißer im Hauptrevier Waren. Laut Polizei war er zu Fuß von Röbel nach Waren gelaufen. „Er war leicht durchgefroren, aber sonst wohlauf“, wusste die Sprecherin. Zur Beobachtung wurde der Junge ins Krankenhaus gebracht.

Indes wies die Polizei darauf hin, dass der Zeitpunkt, jemanden vermisst zu melden, immer Ermessenssache sei. „Jeder kennt sein Kind am besten“, sagt die Sprecherin, die aber rät, bei Kleinkindern keine Zeit verstreichen zu lassen. Manchmal ist jemand in eine Grube gefallen oder in einen Teich. Hier seien die Chancen größer, je mehr Kräfte im Einsatz sind, dass das Kind unverletzt geborgen werden kann.

Im Falle älterer Kinder oder Jugendlicher obliege die Entscheidung den Eltern. Aber auch hier gilt: Wer immer zuverlässig zur bestimmten Uhrzeit nach Hause kommt und plötzlich ausbleibt, das rechtfertigt den Gang zur Polizei. 

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