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2000 Unterschriften gegen Windräder gesammelt

Die Malchiner Windparkgegner setzen große Hoffnungen auf den neuen Bürgermeister Axel Müller. Der hatte sich gegen Windräder am Stadtrand ausgesprochen. Gemeinsam mit Ivenacker Aktivisten sammelten sie schon 2000 Unterschriften.

Bisher die einzigen Windräder zwischen Stavenhagen und Malchin. Doch werden sie die einzigen bleiben?
Eckhard Kruse Bisher die einzigen Windräder zwischen Stavenhagen und Malchin. Doch werden sie die einzigen bleiben?

Wird der neue Bürgermeister Axel Müller (CDU) die Malchiner Windkraft-Pläne weiter vorantreiben oder nicht? Diese Frage beschäftigt die Mitglieder der Scharpzower und Malchiner Bürgerinitiative (BI) „Vernunftenergie“ sehr. „Wir hoffen, dass sich der neue Bürgermeister an seine Aussage hält“, betont Bianca Kruschel. Beim Wahlforum des Nordkurier hatte Axel Müller nämlich gesagt, dass Tourismus und Windenergie zwei Dinge sind, die nicht zueinander passen. Er hatte im Gegensatz zum amtierenden Bürgermeister Jörg Lange (parteilos) auch verkündet, sich an das Bürgervotum zu halten. 65 Prozent stimmten gegen Windräder auf städtischen Flächen.

Deswegen hoffen die 40 aktiven Mitglieder, dass der neue Mann an der Rathausspitze die 14 oder 15 geplanten Stromspargel zwischen Kummerow, Scharpzow und Malchin verhindern wird, wenn er ab November die Stadtgeschäfte führt. Denn es sprächen einige harte Fakten gegen die Anlagen z. B. die geschützte Landschaft am Kummerower See und auch die Biotope auf dem Acker.

Die BI sammelt und sammelt

Seit einigen Wochen sammelt die BI auch Unterschriften. Dieses Mal zwar nicht gegen den Malchiner Windpark. Sondern für die MV-weite BI „Freier Horizont“. Die strengt, ähnlich wie die Richter zur Gerichtsreform, ein Volksbegehren an. Die Bürger im Land sollen abstimmen, ob die Windräder in größerer Entfernung zu den Orten stehen müssen oder nicht.

Ein größerer Abstand sei schon deshalb notwendig, weil die Windräder ja immer höher werden, argumentieren die Gegner. Statt hundert Meter seien viele Räder schon 200 Meter hoch. Die BI fordert deswegen, dass der Abstand zwischen Orten und Windrädern das Zehnfache ihrer Höhe betragen muss.

„Wir haben schon gut 500 Unterschriften gesammelt“, schätzt der Malchiner Lars Thielking von der BI „Vernunftenergie“. Etwas weiter ist die Ivenacker BI „Nachbarn machen Gegenwind“. Roland Wdowicz überschlägt und kommt auf etwa 1500 Unterschriften. In den nächsten Wochen wolle man auch in Stavenhagen für das Volksbegehren werben. Insgesamt brauche man 120 000 Unterschriften in Mecklenburg-Vorpommern.