Verkehr:

Ärger mit Teterower Busbetrieb

Erst wenige Tage fährt Lia Sophie Awe nach Teterow ins Gymnasium. Bei der Heimfahrt erlebt sie, wie der Bus an ihrer Haltestelle trotz Stoppsignals zunächst weiterfuhr. Der Rückweg wird zum Alptraum.

Nachdem ein Busfahrer das Stoppsignal in Ortsteil Granzow Ausbau missachtete, musst eine junge Schülerin eine Verkehrsstraße 300 Meter zurücklaufen.             
Daniel Naupold Nachdem ein Busfahrer das Stoppsignal in Ortsteil Granzow Ausbau missachtete, musst eine junge Schülerin eine Verkehrsstraße 300 Meter zurücklaufen.  

Die zwölfjährige Lia Sophie Awe hat es gut. Gleich an der Einfahrt ihres Grundstückes befindet sich die Bushaltestelle. So sind es nur wenige Schritte gefahrlos auf dem Schotterweg bis ins Hause. Wenn denn der Bus an dem Steig in Granzow Ausbau hält. Vor einigen Tagen tat er das nicht. „Ich hatte gleich an der Kurve nach Schwasdorf den Knopf gedrückt. Das Signal war auch zu hören. Doch der Bus fuhr einfach an der Haltestelle vorbei. Erst als jemand ,Stopp‘ rief, hielt der Fahrer an und ließ mich aussteigen“, schildert die Schülerin. Etwa dreihundert Meter musste sie auf der Straße zurück laufen. Für das Mädchen sollte dies ein Horror werden. In dem Waldstück ist die L 23, die hier in einer Kurve verläuft,  von Leitplanken eingefasst. „Zwei große Laster fuhren ziemlich dicht  an mir vorbei. Dahinter kam noch ein Pkw. Der Fahrer hatte mich offenbar gar nicht bemerkt und war sehr erschrocken“, erzählt sie wenig später unter Tränen ihrer Großmutter.

Renate Awe ist geschockt und greift zum Telefon. Sie verlangt eine Klärung des Vorfalls. Was sie bei dem anschließenden Gespräch auf die Palme bringt, ist die Aussage der Vertreterin des Verkehrsbetriebes, dass die Schülerin hätte an der Stelle gar nicht aussteigen dürfen. „Jetzt bekommt das Kind auch noch die Schuld“, echauffiert sich Renate Awe.

Das verneint Uwe Netzel, Dispatcher beim Busbetrieb in Teterow entschieden. „Hier muss es zu einem Missverständnis gekommen sein. Richtig ist, dass der Fahrer das Mädchen dort hätte nicht aussteigen lassen dürfen.“

Die Busfahrer im Schülerverkehr seien gut geschult und erfahren. Dass der betreffende Kollege das Haltesignal ignorierte, sei ein seltener Einzelfall. Erschwerend komme dazu, dass das Haltesignal, einmal ausgelöst, so lange  ertöne, bis der Bus anhält. Da höre der Fahrer oft Dauerton. Dennoch bestehe kein Grund zu Verunsicherung  für die Eltern, deren Kinder die Schulbusse benutzen. Treten da Probleme auf, werde vom Fahrer die Zentrale verständigt, die dann für eine Benachrichtigung der Eltern sorge.

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